Dortmunder findet Maden in der Nuss-Schokolade

Ekel-Schock

Schokolade hat die Macht, den Alltag zu versüßen. So einen Moment des Genusses wollte sich am Dienstag der Dortmunder Christian Brandt gönnen – als ihm plötzlich zentimeterlange weiße Maden entgegenkrochen.

DORTMUND

24.09.2014, 02:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Igitt! Diese Made fand Christian Brandt in seiner Schokolade.

Igitt! Diese Made fand Christian Brandt in seiner Schokolade.

Die Antwort wird der Familienvater so schnell nicht erfahren. Im Kaufland-Markt in Mengede, wo Brandt die Schokolade vergangenen Mittwoch gekauft hat, sind alle Exemplare mit dem entsprechenden Mindesthaltbarkeitsdatum – 28.02.2015 – ausverkauft. „Wir konnten deshalb leider noch nicht feststellen, ob das ein Einzelfall war oder die ganze Charge betroffen ist“, sagt Kaufland-Hausleiter Senol Aksol. Er verspricht aber, den Fall an die Abteilung für Qualitätssicherung weiterzugeben. Wenn weitere Fälle bekannt würden, könne Kaufland die gesamte Charge zurückrufen. Christian Brandt wollte seinem Ärger Luft machen und rief bei der Herstellerfirma Stollwerck in Köln an. „Die haben mir nur empfohlen, eine Mail mit Fotos zu schicken“, so Brandt. „Und sagten, sie würden mir dann Schokolade und ein paar Briefmarken als Entschädigung senden.“ Der Dortmunder war empört: „Ich will keine Briefmarken, und Schokolade schon gar nicht.“

Stollwerk entschuldigte sich unserer Redaktion gegenüber für die rüde Reaktion, weist die Schuld für den Schädlingsbefall aber von sich: „Motten in Schokolade kommen immer mal wieder vor“, sagt Marketingmanager Jan Zuther. Bei Stollwerk gebe es strenge Kontrollen, gerade bei Nüssen. „Es kann aber immer sein, dass bei der Lagerung der Schokolade im Geschäft oder beim Kunden zu Hause Schädlinge eindringen.“ Plastikfolien könnten von den Insekten leicht durchnagt werden, so Zuther. Er versprach aber: „Wenn sich der Kunde bei uns meldet, werden wir ihn natürlich entschädigen.“

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