Dortmunder gehen zu selten zur Krebs-Vorsorge

Krebs-Früherkennung

Krebs ist bei Männern und Frauen in Westfalen-Lippe nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache. Doch auch im Jahr 2019 wurde das Angebot zur Krebs-Früherkennung nur selten genutzt.

Dortmund

, 08.09.2020, 11:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch im Jahr 2019 waren aus Sicht der AOK NordWest zu wenig Dortmunder bei der Krebsvorsorge.

Auch im Jahr 2019 waren aus Sicht der AOK NordWest zu wenig Dortmunder bei der Krebsvorsorge. © picture alliance / Monique Wüste (Symbolbild)

In Dortmund war im vergangenen Jahr gerade einmal jeder fünfte Mann über 45 Jahren (21,4 Prozent) bei der Krebsvorsorge. Auch wenn eine minimale Steigerung zum Vorjahr (20,7 Prozent) zu verzeichnen ist, bleibt das Niveau niedrig. Das teilt die AOK NordWest in einer Pressemitteilung mit.

Anteil der Frauen höher

Immerhin 41,9 Prozent der Dortmunder Frauen nutzen die Früherkennungsuntersuchung ab dem Alter von 20 Jahren. In 2017 waren es 41,1 Prozent.

„Sowohl Frauen als auch Männer sollten die kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen besser nutzen. Denn wenn Krebs frühzeitig erkannt wird, bestehen gute Heilungschancen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Nach den derzeit aktuellsten Zahlen des Krebsregisters NRW wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2016 insgesamt 152.557 Krebs-Neuerkrankungen und 53.683 Todesfälle erfasst.

Früherkennungsuntersuchungen werden bezahlt

Viele meiden die Früherkennungsuntersuchungen, weil sie ihnen unangenehm erscheinen oder sie sich noch keine Gedanken darüber gemacht haben. Finanzielle Gründe für das geringe Interesse an der Krebsvorsorge scheiden jedenfalls aus. „Die gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig bezahlt“, sagt Kock.

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