Lolli-Tests werden die kindgerechten PCR-Tests genannt. Das Wattestäbchen wird dabei im Mund "bearbeitet". © dpa
Corona-Tests

Dortmunder Kita-Kinder sollen regelmäßig Corona-Tests machen

Lolli-Tests sind eine Möglichkeit, Kinder auf das Coronavirus zu testen. In Grund- und Förderschulen sind sie im Einsatz, in Kitas bislang nicht. Die Stadt will das ändern - und hat einen Plan.

In den Grund- und Förderschulen laufen die Lolli-Tests mit der Wiederaufnahme des Schulbetriebs Anfang dieser Woche auf Hochtouren. Die Kitas, die ebenfalls wieder aus dem Not- in den „normalen Pandemie-Betrieb“ gewechselt sind, bleiben bei den kindgerechten Corona-Tests bislang aber außen vor.

Die Stadt Dortmund will nun die Lücke füllen, die das Land in diesem Bereich hinterlassen hat. Sie will einen Modellversuch mit Lolli-Tests in Kitas starten.

Los gehen soll es am 7. Juni in zunächst 26 ausgewählten Dortmunder Kitas voraussichtlich bis Anfang August. Die Teilnahme der Kinder ist, anders als in den Schulen, freiwillig.

Es gehe darum, frühestmöglich Infektionen zu erkennen, erklärt die städtische Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger. „Die Lolli-Tests, die kinderleicht zu bedienen sind, können eine Brücke darstellen, bis das Jugendministerium sein Testverfahren wie angekündigt überarbeitet hat“.

Die Ausweitung der Tests scheitert wohl bislang an den Laborkapazitäten. Denn anders als Corona-Schnelltests handelt es sich bei den jetzt eingesetzten Lolli-Tests um PCR-Tests. Sie sind zuverlässiger, müssen aber im Labor ausgewertet werden.

Lolli-Tests werden die kindgerechten PCR-Tests genannt. Das Wattestäbchen wird dabei im Mund
Lolli-Tests werden die kindgerechten PCR-Tests genannt. Das Wattestäbchen wird dabei im Mund „bearbeitet“. © Oliver Volmerich © Oliver Volmerich

Wie in den Schulen soll es in den ausgewählten Kitas sogenannte Pool-Tests geben. Das heißt, dass bis zu 10 Tests zusammen ausgewertet werden. Nur bei einem positiven Befund werden die Kinder aus dem Pool dann individuell nachgetestet.

26 Kitas wurden ausgewählt

Ausgewählt wurden für den Modellversuch 26 Kitas, in denen es schon mehrfach zu Infektionen und Gruppen-Schließungen gekommen ist. Sie verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet und auf viele verschiedene Träger.

Dabei sind

  • die katholische. Kita St. Joseph an der Busenbergstraße in Berghofen,
  • der evangelische Paulus-Kindergarten an der Kirchenstraße in der Nordstadt,
  • die DRK Kita Sandkorna an der Kielstraße in der Nordstadt,
  • das Caritas Montessori Familienzentrum an der Severingstraße in Scharnhorst,
  • die katholische Kita St. Clemens an der Flughafenstraße in Brackel,
  • die Fabido-Kita Lange Straße im Union-Viertel,
  • die Kita Wirbelwind am Dubliner Weg in Schüren,
  • die Stadtteil-Schul-Kita Krümelstube an Osterfeldstraße in Eving,
  • die katholische Kita St. Barbara II an der Teutoburgerstraße in Dorstfeld,
  • die Kita HoKiDo an der Emil-Figge-Straße am Campus-Nord,
  • das Caritas Familienzentrum St. Stephanus an der Brinkmannstraße in Nette,
  • die Fabido-Kita an der Breisenbachstraße in Oestrich,
  • der Waldorfkindergarten Scharnhorst e.V. am Hesseweg,
  • die Fabido-Kita Leopoldstraße in der Nordstadt,
  • die Awo-Kita Auf dem Hohwart in Wambel,
  • die Fabido-Kita an der Akazienstraße in Wambel,
  • die Fabido-Kita Biehleweg in Westerfilde,
  • die Fabido-Kita Lünener Straße in der Nordstadt,
  • die Fabido-Kita Dürener Straße in der Nordstadt,
  • die Fabido-Kita Osulfweg in Kirchlinde,
  • die Fabido-Kita Speckestraße in Westerfilde,
  • die Fabido-Kita Bülowstraße in der Nordstadt,
  • die Fabido-Kita Hacheneyer Straße in Hacheney,
  • die Awo-Kita Mergelteichstraße in Brünninghausen,
  • das Awo-Familienzentrum am Evinger Parkweg und
  • die Fabido-Kita am Fröbelweg in Eving

Die Liste ist allerdings nicht endgültig. „Es ist ein atmendes Modell“, erklärt Daniela Schneckenburger. Das heißt, dass je nach Entwicklung Kitas herausfallen und andere dazu genommen werden können.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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