Dortmunder Metal-Sänger singt Hymne fürs Unionviertel

mlzUnionsquartier-Song

Dave Ivanov fühlt sich im Unionviertel so wohl, dass er eine Lobeshymne über das Quartier aufgenommen hat. Im Gespräch erzählt er, wie es dazu kommt - und wie es mit dem Projekt weitergeht.

Unionviertel

, 25.02.2019, 12:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dave Ivanov ist „Metalhead“ (umgangssprachlich für Fans der Musikrichtung „Metal) durch und durch: Der 44-jährige Sänger steht, seitdem er fünf Jahre alt ist, auf der Bühne. Damals natürlich noch nicht als Frontmann einer Metalband, sondern als Chorknabe.

Mitte der 90er begann er dann, erste Platten mit diversen Musikgruppen zu veröffentlichen. Der zweifache Vater hat auch lange Zeit für diverse Musikmagazine geschrieben. Auch optisch strahlt Ivanov aus, wofür er lebt. Motörhead-Lederjacke und Vampir-Fangzähne lassen vermuten, dass er wahrscheinlich kein großer Schlager-Fan ist.

Idee kam in einer durchzechten Nacht

Einen Song über das Unionviertel zu schreiben, sei eine „Schnapsidee“ gewesen, inspiriert durch Lieder über andere Städte und Stadtteile. Die Idee kam aber bei Freunden und Kollegen so gut an, dass er beschloss, diese dem Bezirksbürgermeister und dem Quartiersmanagement West vorzustellen.

Bei einer Sitzung der Bezirksvertretung präsentierte er seine Idee - der einstimmig von den Mitgliedern des Quartiersmanagements zugestimmt wurde. Damit war die Finanzierung für das Projekt gesichert. Ivanov begann, gemeinsam mit seinem Musikerkollegen Johann Rogalski, den Song zu produzieren. Während sich Ivanov um den Text und den Gesang kümmerte, war Rogalski für die Musik zuständig sowie für das Video, welches bei Youtube zu finden ist.

Ursprünglich war geplant, weitere Künstler und Personen aus dem Unionsquartier zu beteiligen. Es sollte ein „Multikulti“-Projekt werden. Leider konnte dieser Plan nicht umgesetzt werden. Deshalb entschlossen sich die beiden Musiker, das Projekt zu zweit anzugehen. Dabei ist ein Song entstanden, der das Unionsviertel mit all seinen Facetten zeigt - und nicht zu „heavy“ ist, obwohl die beiden Metalfans normalerweise eher Musiker der härteren Gangart sind. Es sollte ein Lied werden, das bei allen Menschen ankommt. Die beiden haben es sich aber nicht nehmen lassen, eine B-Seite aufzunehmen, die wie die Musik klingt, die sie sonst machen.

Unionsquartier - „Hier gehöre ich hin“

Für Ivanov ist das Unionsviertel der Ort, wo er sich am wohlsten fühlt. Seit über zehn Jahren wohnt er dort, davor hat er an mehreren Orten in Dortmund gewohnt, nachdem er als kleiner Junge gemeinsam mit seiner Mutter aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland kam. Das Quartier ist für ihn der Ort, in welchem sich kulturell am meisten bewegt: Plattenläden, Künstlerateliers, Kneipen, Bars und Veranstaltungsorte haben im Unionviertel ihr Zuhause.

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Der Stadtteil habe für den Musiker einfach „Flair“. „Hier gehöre ich hin“, sagt Ivanov. Dennoch findet Ivanov, dass Dortmund „hinterherhängt“, verglichen zu anderen Städten. Die Stadt könne mehr im kulturellen Bereich tun.

Dave Ivanov hat noch weitere Pläne für den Song

Mit der Veröffentlichung des Unionssongs bei Youtube und diversen Streaming-Portalen ist aber noch nicht Schluss: Es ist noch eine CD-Veröffentlichung geplant sowie eine limitierte Schallplattenpressung auf Vinyl. Ivanov plant außerdem, eine Releaseshow in der Kneipe „Café Banane“ zu veranstalten - eine Liveband, die den Song performen könnte, gibt es schon.

Übrigens: Ob die Vampirzähne, die auch oben auf dem Bild zu sehen sind, echt sind, beantwortet Ivanov nur vage. Vielleicht sind sie nur Teil seines Bühnenoutfits - aber vielleicht sind sie auch echt.

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