Bekannter Neonazi trat brutal zu - Richter schickt ihn länger ins Gefängnis

mlzDortmunder Rechtsextremist verurteilt

Zwei Jahre Haft muss er bereits absitzen, jetzt gibt es ein weiteres Urteil: Weil er einem Demonstranten brutal in den Rücken trat, bleibt ein Dortmunder Neonazi jetzt länger im Gefängnis.

Dortmund

, 28.01.2020, 17:22 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Dortmunder Rechtsextremist Matthias D. ist erneut zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Die Tat ereignete sich im August 2019 auf dem Marktplatz der Stadt Horn-Bad Meinberg im Kreis Lippe. Die Partei „Die Rechte“ hatte eine Mahnwache angekündigt, weil es „Probleme mit ausländischen Mitbürgern gab“, so ein Polizist. Kurz nach Beginn der Demo war dann aber auch eine größere Gruppe linker Gegendemonstranten zum Platz gekommen. Und mit ihr ziemlicher Ärger.

Gegendemonstrant wollte Nazi-Parolen den Saft abdrehen

Im Prozess vor dem Dortmunder Amtsgericht sprachen mehrere Polizsten am Dienstag von einer „aufgeheizten Stimmung“. Irgendwann sei einer der Gegendemonstranten zum Fahrzeug der „Rechten“ gerannt, um den Stecker aus dem Stromaggregat zu ziehen und den nationalistischen Parolen sozusagen den Saft abzudrehen. Der Mann wurde jedoch gestellt, zu Boden gebracht und festgehalten. Und in diesem Moment trat Matthias D. zu. Der Tritt ist auf einem Video deutlich zu erkennen.

Das Gericht verhängte dafür eine neunmonatige Haftstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung. Angesichts der vielen Vorstrafen des Angeklagten sei eine Aussetzung der Strafe zur Bewährung ausgeschlossen, hieß es zur Begründung des Urteils. Drewer sitzt derzeit bereits in Haft. Zuletzt war er zu zwei Jahren Haft verurteilt - ebenfalls wegen gefährlicher Körperverletzung.

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Weil er einen jungen Mann mit Pfefferspray angegriffen haben soll, sitzt ein bekannter Dortmunder Neonazi seit Samstag in U-Haft. Das hat auch Auswirkungen auf die Demo am Montag.

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