Dortmunder Schauspiel droht Schließung auf Zeit

Bislang kein Notquartier

Wenn im nächsten Jahr die Theater-Werkstätten saniert und umgebaut werden, droht dem Dortmunder Schauspiel womöglich eine komplette Zwangspause von bis zu einem Jahr. Denn bislang war die Suche nach einer Ausweich-Spielstätte ohne Erfolg. Das Theater befürchtet drastische Konsequenzen.

DORTMUND

, 18.04.2015, 04:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Szene aus dem Stück "Das goldene Zeitalter", aufgeführt auf der großen Bühne des schauspiels Dortmund. Diese Bühne wird bald ein knappes Jahr geschlossen. Ob die Schauspieler woanders spielen können, ist noch ungewiss.

Eine Szene aus dem Stück "Das goldene Zeitalter", aufgeführt auf der großen Bühne des schauspiels Dortmund. Diese Bühne wird bald ein knappes Jahr geschlossen. Ob die Schauspieler woanders spielen können, ist noch ungewiss.

Am Dienstag hatte Stadtdirektor Jörg Stüdemann angekündigt, dass das Schauspiel ab März nächsten Jahres vorübergehend seine Stücke an Ausweich-Spielstätten zeigt. Denn die große Bühne am Hiltropwall steht wegen des groß angelegten Werkstatt-Umbaus nicht zur Verfügung.

Doch das ist nur die optimistische Variante. Die weniger optimistische läuft auf eine "temporäre Spartenschließung" hinaus, wie es in einer Vorlage der Theater-Geschäftsführung für den Kulturausschuss des Rates heißt. 

Fakt ist, dass „trotz langfristiger und sorgfältiger Überprüfung“ bislang keine adäquate Ersatz-Spielstätte gefunden werden konnte, wie es in dem Bericht heißt.

Wenig Zeit

Stadtdirektor und Kulturdezernent Jörg Stüdemann will die Hoffnung auf eine provisorische Weiterführung des Schauspiel-Betriebs aber noch nicht aufgeben. Man prüfe noch zwei bis drei mögliche Ausweich-Spielorte, sagte Stüdemann auf Anfrage. 

Viel Zeit bleibt nicht. Eigentlich müsste die Spielplan-Gestaltung für die nächste Saison schon abgeschlossen sein. Und sollte sich kein Notquartier finden, drohen nicht nur erhebliche finanzielle Einbußen, sondern - wie es in dem Papier der Verwaltung heißt - auch ein "immaterieller Imageschaden". 

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