Dortmunder SPD-Vorstand will Flugzeiten verlängern

DORTMUND Nach dem Parteitag der CDU hat nun auch der Unterbezirksvorstand der SPD am Donnerstagabend seine Richtung für die Entwicklung des Dortmunder Flughafens vorgegeben. Der Antrag, über den der Parteitag am 24. März entscheidet, entspricht weitgehend dem Konzept des OB-Kandidaten der SPD, Ullrich Sierau.

von Von Gaby Kolle

, 06.03.2009, 15:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Neben der  Ausdehnung  der Betriebszeiten sieht der 11-Punkte-Antrag der Spitzengenossen auch die Verlängerung der Start- und Landebahn um 300 m (je 150 m an beiden Enden) auf 2300 m vor. Als Argumente führt Sierau die Flugsicherheit, sowie Verbesserungen bei den  fluglogistischen Rahmenbedingungen  und  beim Lärmschutz an. Dazu zähle auch der freiwillige Lärmschutz in der Lärmschutzzone II, betonte Sierau: "Wir tun was, aber keiner soll's merken." Voraussetzung für den Startbahn-Ausbau ist ein Planfeststellungsverfahren, an dessen Ende (voraussichtlich 2015/2016) erst die letzte  Entscheidung stünde, ob angesichts der Kosten und der dann bestehenden wirtschaftlichen Situation im Luftverkehr die Verlängerung der Piste das Betriebsergebnis verbessern könnte.

 Die SPD will den Flughafen als Geschäftsflughafen der Metropole Ruhr weiterentwickeln, ihn für  insgesamt 1,7 bis 2,3 Mio. Fluggäste im Jahr auslegen und den Betrieb mit Hilfe einschlägiger Forschungseinrichtungen umwelt- und stadtverträglich sowie wirtschaftlich sinnvoll gestalten.  Unter besserer Umweltverträglichkeit verstehen die Genossen auch die Verwendung neuer Treibstoffarten, lärmarmer Triebwerke, neuer Flugzeugtypen sowie die Begrenzung des Streulärms bei Starts und Landungen. Parteichef Franz-Josef Drabig erklärte: "Wir gehen von einer sehr breiten Mehrheit beim Parteitag aus."

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