Schilder kündigen weiter Schließung an - Was wird denn nun aus Lütgenau?

mlzNeuer Investor

Spielwaren Lütgenau ist eine Institution am Ostenhellweg. Eigentlich ist ein Investor gefunden - doch in der Filiale künden Schilder noch Wochen nach dieser Nachricht von der Schließung.

von Daniel Reiners

Dortmund

, 16.07.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Juni konnte zeitweise kaum jemand mehr nachvollziehen, wie genau es denn nun um die Zukunft von Spielwaren Lütgenau auf dem Ostenhellweg steht.

Alles begann damit, dass ab etwa Mitte Juni zahlreiche Schilder vor dem Geschäft verkündeten: „Wir schließen - alles muss raus!" Und tatsächlich: Auf Nachfrage unserer Redaktion wurden die Schließungspläne bestätigt.

Zwei Tage später meldete sich Lütgenau dann mit einer Neuigkeit: Das Geschäft schließe doch nicht. Es sei ein Investor gefunden.

Wochen später gibt es nun erneute Verwirrung: Immer noch ist auf Plakaten, die an den Schaufenstern hängen, zu lesen: „Wir schließen diese Filiale - Räumungsverkauf." Was ist denn nun der Stand der Dinge?

Die Dortmunder können aufatmen: Ein für allemal steht nun fest, dass die Stammkunden nicht um ihr Lieblingsgeschäft fürchten müssen - im Gegenteil: Es soll sogar noch erweitert werden.

Bellybutton international GmbH als Experte für Kindermode

Zum 1. September wird Spielwaren Lütgenau von der Bellybutton international GmbH übernommen. Das Kinder- und Umstandsmode-Unternehmen hatte sich als Investor eingeschaltet, nachdem der bisherige Lütgenau-Eigentümer, die Spielwaren Kurtz GmbH zusammen mit ihrem Mutterunternehmen Kanz Financial Holding, Insolvenz angemeldet hatte. Das berichtete die PR Agentur dictum media.

An einen neuen Namen werden sich die Kunden nicht gewöhnen müssen. Der Schriftzug Lütgenau bleibt. Im Inneren wird sich aber einiges ändern.

„Ab September wird bei Lütgenau Kindermode eine größere Rolle spielen", sagt Mario Marevic von bellybutton. „Wir wollen ganzheitlich für Kinder da sein - und dazu gehört es, nicht nur Spielwaren, sondern eben auch Kleidung anzubieten. Darin sind wir erfahren."

Das Kerngeschäft, also den Verkauf von Spielwaren, wolle man nahtlos weiterführen, sodass die Stammkundschaft die Neuerungen eher als eine Ergänzung statt eines Einschnittes erleben soll.

„Wir-schließen-Plakat" bezieht sich wohl auf Konzeptwechsel

Auch digitaler soll es im Inneren des Gebäudes ab September zugehen. Laut Marevic wird es in erster Linie darum gehen, eine elektronische Preisauszeichnung für alle Waren einzuführen.

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An einem neuen Umbau-Konzept werde dieser Tage ebenfalls gearbeitet. Da die Planung dazu aktuell im vollen Gange sei, könne er dazu aber noch nichts Konkretes sagen, so der Sprecher.

Und was sollen nun die Schilder zur Schließung? Sie beziehen sich laut der Lütgenau-Geschäftsführung auf den Wechsel vom „alten" zum „neuen" Konzept, der zwischen Ende August und Anfang September stattfinden wird.

Ob das Geschäft während dieses Wechsels für einige Tage geschlossen bleiben muss, konnte man gegenüber dieser Redaktion am Mittwoch (15.7.) noch nicht sagen.

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