Nördlichster Dortmunder Stadtteil setzt seit September auf eigene App

mlzBrechten Aktiv

Seit rund neun Monaten gibt’s die Brechten.App, die das Leben für die Brechtener erleichtern soll. Einiges ist coronabedingt jedoch noch Zukunftsmusik, was diese App leisten kann und will.

Brechten

, 16.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Brechten ist nicht nur der nördlichste Dortmunder Stadtteil, er ist auch einer der wenigen mit einer eigenen App. Sie heißt „Brechten.App“ und ist zum Oktoberfest 2019 eingeführt worden – Zeit, einmal mit den Machern von der Interessengemeinschaft Brechten Aktiv zu sprechen, wie es mit der App so läuft.

350 Installationen bisher

Initiator ist Olaf Weitner, der als Geschäftsführer der Softwarefirma SequiSoft auch beruflich nah am Thema ist. „350 Brechtener haben die App bisher heruntergeladen“, sagt er. „Coronabedingt haben wir aber noch nicht alles umgesetzt, was wir damit erreichen möchten.“

Diese Punkte sind schon umgesetzt oder in Planung:

  • Ankündigungen von Veranstaltungen
  • ein Newscenter
  • eine Ecke für die Brechtener Vereine: Bislang vertreten sind dort der Gewerbeverein und der TV Brechten
  • Infos über Brechten Aktiv
  • eine Jobbörse mit derzeit acht Stellenangeboten

Bei Brechten Aktiv kann jeder mitmachen. Der Jahresbeitrag beträgt für Privatpersonen 18 Euro, für Firmen 70 Euro. Zu erreichen ist die Interessengemeinshaft über app.brechtenaktiv.de

Wichtig sollen demnächst die Bereiche „Codes“ und der „Wiedehopf-Stempel“ werden. Zum Beispiel können Gewerbetreibende wie Scheipers Mühle mit einem solchen Code Rabatte anbieten, und der Wiedehopf-Stempel könnte bei Festen zum Einsatz kommen.

Zum Beispiel: Wer zehn Wiedehopfe gesammelt hat, bekommt ein Getränk umsonst. Der Wiedehopf ist ein Vogel und als solcher das Brechtener Wappentier.

Brechten-Aktiv-Sprecher André Huxol betont, dass die Vereinigung, die derzeit aus 80 Mitgliedern besteht, kein Gewerbeverein ist. „Wir sind Brechtener für die Brechtener, wollen uns gegenseitig helfen und dazu beitragen, dass Brechten schöner und lebenswerter wird.“

Hilfe in der Corona-Krise

In der Hochphase der Corona-Krise habe er etwa für vier Anwohner eingekauft, so Huxol. Oder: Wenn zum Beispiel irgendwo eine Sitzbank kaputt geht, kümmere sich seine Gemeinschaft darum, sie zu reparieren oder Ersatz anzuschaffen.

Wichtig im Jahreskreis der Gemeinschaft sind das Oktoberfest, das traditionell bereits im September stattfindet, und der Tannenbaumverkauf bei Scheipers Mühle: Obwohl es im vorigen Jahr in Strömen geregt hat, sei der Verkauf ein Riesenerfolg gewesen.

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Was davon in diesem Jahr umgesetzt werden kann, ist wegen der Corona-Krise noch ungewiss. Sogar fürs Oktoberfest, das für den 20. September geplant war, haben Olaf Weitner und André Huxol noch einen Hauch von Resthoffnung – schließlich gilt das Verbot von Großveranstaltungen derzeit nur bis zum 31. August. Nähere Infos sollen folgen. Gleiches gilt für den Tannenbaumverkauf, den der Verein eigentlich mit einem kleinen Weihnachtsmarkt verknüpfen möchte.

Nach der Corona-Krise soll auch die Ideenschmiede und der Stammtisch weitergehen, denn, so André Huxol: „Nicht jeder möchte sich nur online treffen.“

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