Dortmunder verbrauchen jetzt weniger Wasser als während Juni-Hitze - das ist der Grund

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Mit den Rekordtemperaturen steigen auch Wasser- und Stromverbrauch. Doch die Verbrauchsspitzen der Hitzewelle von Juni werden nicht erreicht.

Dortmund

, 25.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Hitzewelle führt nicht nur zu Schweißausbrüchen, sondern lässt in Dortmund auch mehr Wasser durch die Leitungen sprudeln und den Stromverbrauch steigen.

Der heimische Energieversorger DEW21, der rund 600.000 Einwohner in Dortmund, Herdecke und Teilen Wickedes versorgt, verzeichnet einen durchschnittlichen Tageswasserverbrauch von rund 135.000 Kubikmeter. An heißen Sommertagen könne das auf bis zu 190.000 Kubikmeter Trinkwasser steigen, berichtet DEW-Sprecherin Gabi Dobovisek.

Diese Spitzenabgaben sind auch bereits in diesen Tagen erreicht worden – allerdings nicht bei der aktuellen Hitzewelle. Sondern bisheriger Spitzentag war laut Gabi Dobovisek der 26. Juni mit 190.000 Kubikmeter Trinkwasserförderung. Warum das so ist? Die DEW-Sprecherin: „In dieser Woche, Ende Juli, ist es zwar ganz besonders heiß, aber die Abgabemenge ist wegen der Ferienzeit niedriger. Der 26. Juni bleibt also Spitzentag.“

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Kein Grund zur Sorge

Man muss sich aber keine Sorgen machen, dass das Trinkwasser in Dortmund knapp werden könnte. Laut Ruhrverband und der Wasserwerke Westfalen GmbH liegt der Füllstand aller Talsperren am Donnerstag, 25. Juli, bei 81,3 Prozent und damit nur leicht unterhalb des langjährigen Mittels. Das kann man auch hier im Lagebericht des Ruhrverbands ablesen.

Das Ruhreinzugsgebiet besitze generell eine sehr hohe Sicherheit durch die Talsperren des Ruhrverbands und sei daher im Vergleich zu anderen Regionen sehr komfortabel aufgestellt, so Dobovisek: „Aus Gründen der Vorsorge sind Ruhrverband, Wasserversorger und die Umweltbehörden im Gespräch, um die Talsperrenbewirtschaftung für den Klimawandel weiterzuentwickeln.“

Hitze oder nicht: Es sei grundsätzlich sinnvoll, sorgsam und verantwortungsvoll mit Trinkwasser umzugehen, betont die Unternehmenssprecherin. Darüber hinaus seien derzeit aber keine Maßnahmen zum aktiven Wassersparen erforderlich.

Strom wird im Winter mehr verbraucht

Durch die „heißen Zeiten“ ändere sich auch an der hohen Qualität des Trinkwassers nichts. Es komme im Sommer lediglich etwas wärmer aus dem Hahn und enthalte etwas weniger Sauerstoff, sagt Dobovisek und versichert: „Das hat aber keinen Einfluss auf die Trinkwasserqualität.“ Die DEW21-Trinkwasseranalyse kann jeder Interessierte auf der DEW-Internetseite stadtteilbezogen einsehen.

Ventilatoren und Klimaanlagen haben derzeit Hochkonjunktur und erhöhen den Stromverbrauch in Dortmund, allerdings nicht signifikant. Deutlich spürbarer sei da der Unterschied zwischen Winter und Sommer, sagt Dobovisek. Grund sind das Heizen und mehr Beleuchtung im Winter. Spitzentag 2019 war laut Donetz ein Tag im Januar mit 375 Megawatt. Zum Vergleich: Am 26. Juni 2019 waren es 301 Megawatt.

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