Dortmunder Weihnachtsmarkt: Immer mehr Besucher aus dem Ausland - viele kommen per Flugzeug

mlzWeihnachtsstadt Dortmund

Erstmals warb der Weihnachtsmark als „Weihnachtsstadt“ um Besucher. Und das lockte offenbar besonders viele internationale Gäste an. Es gibt auch schon Ideen für weitere Verbesserungen.

Dortmund

, 24.12.2019, 04:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Besucher auf dem Weihnachtsmarkt zu zählen, ist schwierig. Deshalb bleibt es auch in diesem Jahr bei Schätzungen. „Es waren, wie in den Vorjahren, wohl wieder etwa 2,5 Millionen Besucher“, bilanziert Patrick Arens als Mitorganisator der Weihnachtsstadt Dortmund. Eines ist ihm dabei aufgefallen: Es kommen immer mehr Gäste aus dem Ausland.

Werbung im Ausland

In vielen Nachbarländern haben die Weihnachtsstadt-Veranstalter gezielt geworben. Und das zahlt sich offenbar aus. An manchen Adventswochenenden kamen mehr als 50 Busse vor allem aus den Niederlanden und aus Belgien. Aber auch immer mehr Polen kommen nach einer gezielten Webe-Kampagne und dank guter Verbindungen über den Flughafen Dortmund zum Weihnachtsstadt-Besuch - viele per Flugzeug.

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Nicht nur deshalb ist Patrick Arens zufrieden mit dem Weihnachtsmarkt-Geschäft 2019. Das Wetter habe einigermaßen mitgespielt, auch wenn es zeitweise Regen gab. Aber selbst die Schauer am vierten Adventssonntag haben den Besucherandrang kaum gebremst. „Das hätte es früher so nicht gegeben“, stellt Arens fest.

Im Imbiss- und Glühwein-Bereich sei der Umsatz stabil, erklärt der Schausteller. Anbieter von Schals und Mützen hätten etwas unter dem teilweise warmen Wetter gelitten. Gut angekommen seien auch die Handwerksangebote - und das erstmals an der Petrikirche ausgeschenkte Dortmunder Weihnachtsbier. Das werde es wohl auch 2020 wieder geben, kündigt Arens an.

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Über die Namensänderung und das Weihnachtsbier hinaus gab es eine ganze Reihe von Veränderungen bei Weihnachtsmarkt 2019 - von einer neuen Bühne auf dem Alten Markt bis zur neuen Licht-Deko an verschiedenen Stellen. Das setzt Maßstäbe auch für die nächsten Jahre.

„Wir wollen weiter auf Qualität setzen“, betont Arens. Und vor allem die Angebote für Familien sollen weiter ausgebaut werden. Als Erfolg wertet Arens da etwa die Premiere von Salasas Theaterzelt an der Kampstraße mit kostenlosen Zauber-Shows für Kinder.

„Mehr Kirchentags-Momente“

Arens will den Weihnachtsmarkt noch mehr verbinden mit kulturellen Angeboten etwa in den City-Kirchen. Nicht laut und schrill, sondern ruhig und besinnlich. „Wir brauchen noch mehr Kirchentags-Momente“, sagte Arens. Genau das mache dann den Charakter als Weihnachtsstadt aus.

Vermisst wurde dagegen die WDR-Weihnachtsveranstaltung an der Hansastraße. Im nächsten Jahr soll es aber vielleicht Ersatz geben, deutet Arens an.

Die „Weihnachtsstadt“ hat übrigens auch über die Weihnachtstage hinaus ihre Tore geöffnet. Noch bis zum 30. Dezember 2019 sind alle Stände geöffnet. Eine Pause gibt es nur am ersten Weihnachtstag (25.12.). Am 24. Dezember hat zumindest ein Teil der Anbieter zwischen 10 und 14 Uhr die Stände geöffnet.

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