Dortmunderin verklagt Stadt nach Katzenbiss

60.000 Euro Schmerzensgeld

Eine Dortmunder Katzenhalterin hat die Stadt auf 60.000 Euro Schmerzensgeld verklagt. Vor zwei Jahren hatte sie Kater "Lobo" aus dem Tierheim geholt. Nur einen Tag später soll sich das Tier in ihrem Unterarm verbissen und sie schwer verletzt haben. Jetzt will das Gericht Zeugen befragen.

DORTMUND

20.01.2016, 14:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diese Dortmunderin verklagt die Stadt.

Diese Dortmunderin verklagt die Stadt.

Plötzlich und ohne Vorwarnung, so die Klägerin, soll „Lobo“ sie damals angefallen haben. Und das, obwohl das Tier in dem Kaufvertrag mit dem Tierheim als „lieb und verschmust“ beschrieben worden sei. Die Wunde soll sich anschließend heftig infiziert haben. Fast acht Monate lang habe sie nicht arbeiten können. Bis heute leide sie an den Folgen des Katzenbisses.

"Das ist das übliche Tierhalte-Risiko"

Die Stadt streitet hingegen alles ab. Es sei noch nicht einmal sicher, dass „Lobo“ überhaupt zugebissen habe, sagte der Anwalt im Prozess vor der 3. Zivilkammer. Jedenfalls stünden in dem Kaufvertrag aber auch andere Eigenschaften. „Er braucht einen Moment“, heißt es darin zum Beispiel. Und: „Er benötigt seine Rückzugsmöglichkeiten.“ Doch selbst wenn der Kater die Frau gebissen habe, müsse man feststellen: „Das ist das übliche Tierhalte-Risiko.“

Die Richterin will nun aufklären, wie das Tierheim damals tatsächlich über „Lobo“ aufgeklärt hat und wie es wirklich zu der Verletzung kam. In einem weiteren Verhandlungstermin in einigen Monaten werden deshalb Zeugen vernommen.

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