Corona-Impfstoffe sind momentan sehr begehrt - so sehr, dass es Lieferschwierigkeiten gibt. © dpa
Corona-Schutzimpfung

Dortmunds Ärzte bekommen drastisch weniger Corona-Impfstoff

Corona-Impfstoff ist weiterhin knapp in Dortmund, im Impfzentrum genauso wie bei den Hausärzten. Bei einem Vakzin wurde nun die Liefermenge drastisch gekürzt. Auch der Juni macht Sorgen.

Die Wartelisten der Impfwilligen sind lang, die Bestelllisten für Impfstoff auch. Doch Wunsch und Wirklichkeit klaffen zurzeit weit auseinander. Das wird wohl vor allem in den nächsten Wochen deutlich werden. Betroffen von dem Engpass bei der Impfstoff-Lieferung sind sowohl das Dortmunder Impfzentrum auf Phoenix-West als auch die Hausärzte.

„Wir werden uns beim Impfstoff für Erstimpfungen auf Kürzungen einstellen müssen“, hatte Dortmunds Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner am Donnerstag im Rat der Stadt erklärt. Nach den Signalen aus dem NRW-Gesundheitsministerium werde man noch weniger Impfstoff haben als bisher.

Das bestätigt auch Apotheker-Sprecher Dr. Felix Tenbieg. Die Apotheker kümmern sich nicht nur um die Vorbereitung der Impfstoff-Dosen im Impfzentrum, sondern auch um die Bestellungen von Impfstoff für die niedergelassenen Ärzte.

Impfstoff für Zweitimpfung ist garantiert

Der Impfstoff für die Zweitimpfungen sei zwar garantiert, die Lieferung mit Biontech-Impfstoff für die Hausärzte aber „drastisch gekürzt“, berichtet Tenbieg. Waren zuletzt 12 Dosen pro Hausarzt angekündigt, stünden jetzt nur noch 6 in Aussicht.

Auf den Juni blicken Ärzte wie Impfwillige mit großer Verunsicherung. „Wir bekommen jede Woche neue Infos“, berichtet Tenbieg. Ob die erhofften Impfstoff-Lieferungen für Anfang Juni eintreffen, wisse man noch nicht, bestätigt auch Vanessa Pudlo als Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Deshalb seien Terminbuchungen für Juni zurzeit noch nicht möglich.

Noch kein Problem mit Astrazeneca

Miriam Gizbili, Hausärztin mit Praxis an der Saarlandstraße, erlebt den Engpass in der täglichen Praxis: „Von Biontech haben wir wenig Impfstoff. Deshalb ist es da schwierig“, berichtet sie. Derzeit gebe es eine Liste in der Praxis, auf der nur eigene Patienten landen, die zur Prio-Gruppe 3 gehören.

Die Impfstoffe von Astrazeneca sowie von Johnson & Johnson seien allerdings bisher genügend vorhanden. Da würde man alle Patienten impfen, allerdings auch nur die eigenen, keine fremden. Hier spiele die Priorisierung keine Rolle mehr.

„Die Anfragen kommen per E-Mail“, erklärt Miriam Gizbili. Schade sei allerdings, wenn Patienten ihre Termine nicht absagen, was leider ebenfalls häufiger vorkomme.

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Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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