Dortmunds Beschäftigte sind besonders oft krank

Gesundheitsreport der DAK

DORTMUND Der Gesundheitszustand der Menschen in NRW verändert sich stets. Wie krank sind die Dortmunder wirklich? Die DAK hat es herausgefunden und die Ergebnisse vorgestellt.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 08.10.2009, 16:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dortmunds Beschäftigte sind besonders oft krank.

Dortmunds Beschäftigte sind besonders oft krank.

Auch Jürgen Nagel teilt diese Auffassung. Der Leiter des Versorgungsmanagements erläuterte den Report im Hörder St.-Josefs-Hospital. Dort stagniere der Krankenstand des pflegerischen und ärztlichen Personals erfreulicher Weise auf niedrigem Niveau, freut sich der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Josef Stern. Die meisten Fehltage liefen erneut wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen auf. Sie füllen schon 23,1 Prozent vom „Gesamt-Lazarett“, auf dem sich DAK-Beschäftigte 2008 auskurierten. Und: Hierbei liegt Dortmund rund 23 Prozent über dem Landesschnitt.

Die diversen Gelenk- und Muskelleiden werden gleich abgelöst von Erkrankungen des Atmungssystems mit 15,6 %. Bei psychischen Störungen (10,9 %) gab es einen leichten Rückgang, während die starke Zunahme der Erkrankungen des Kreislaufsystems auch DAK-Chef Raimund Rewers vor Rätsel stellt. Hier nahm die Zahl der Ausfalltage um 75% zu.

Sowohl die Zahl der Fälle stieg, als auch die Länge der Erkrankungsdauer. Eine These: Chronischer Stress am Arbeitsplatz schwächt nicht nur die psychische Kraft, sondern auch das Herz-/Kreislaufsystem. Stichwort: Infarkt. Das größte Problem für Betroffene wie für Arbeitgeber sind die Langzeitkranken: Sie machen in Dortmund nur 3,8 % aus, sind aber für 40,6 % aller Arbeitsunfähigkeitstage verantwortlich. 

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