Dortmunds Corona-Lage – in 7 Grafiken auf den Punkt erklärt

mlzPatienten-Alter, Genesene

Wie verändert sich die Zahl der Corona-Infizierten in Dortmund? Welche Altersgruppe wird besonders häufig positiv getestet? Und wie sieht‘s in den Krankenhäusern aus? Hier gibt‘s die Antworten.

Dortmund

, 22.04.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anfang März, als das Coronavirus erstmals in Dortmund auftrat, war das große Ziel, den Anstieg der Fallzahlen nicht exponentiell ausfallen zu lassen. Dass sie steigen würden, war allen Experten klar - sie sollten nur so langsam wie möglich ansteigen, um das Gesundheitssystem nicht zu überfordern.

Knapp sieben Wochen nach dem ersten nachgewiesenen Dortmunder Covid-19-Fall gibt es vielversprechende Entwicklungen in der Stadt. Die Zahl der täglich aktiven Coronavirus-Fälle sinkt seit Ostersonntag (12.4.) - es werden mehr genesene Personen vermeldet als neue positive Tests.

Zwischen dem Datum des Test-Abstriches und der Bekanntgabe des Ergebnisses liegen dabei mehrere Tage. Natürlich können auch nur diejenigen Erkrankten veröffentlicht werden, die sich testen ließen.

Die Dunkelziffer ist naturgemäß unbekannt. Und wann sich der Patient tatsächlich angesteckt hat, ist auch schwierig nachzuweisen. Als Genesene gelten Dortmunder Corona-Patienten 14 Tage nach dem ersten Auftreten ihrer Symptome.

Wie viele Personen getestet wurden, vermeldet die Stadtverwaltung nicht mehr, weil insbesondere seit Anfang April die Dortmunder an vielen verschiedenen Stellen getestet werden. „Deren Summe ist um ein Beträchtliches höher als die Anzahl der Testungen an den Behandlungszentren Klinikum-Nord und Stadion und lässt sich nicht ermitteln“, meint die Stadtverwaltung.

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Wie sich die Fallzahlen entwickeln, nachdem Geschäfte und Schulen ihren Betrieb nun wieder aufnehmen, ist nicht abzusehen. Abstand und Verzicht haben in den vergangenen Tagen jedenfalls offenbar zu der positiven Entwicklung beigetragen. Die Zahl der täglich veröffentlichten positiven Testergebnisse war in der Vergangenheit schon deutlich höher.

Drei Personen sind in Dortmund laut Stadtverwaltung bislang an Covid-19 gestorben, zwei weitere Todesfälle - also zwei Tote mehr - vermelden Land und Robert-Koch-Institut. Die Stadtverwaltung erklärt, diese beiden Personen seien mit dem Coronavirus infiziert gewesen, aber nicht ursächlich daran gestorben. Deshalb gebe man sie nicht mit an.

250 Intensivbetten stehen in Dortmund zur Verfügung

In den Dortmunder Krankenhäusern ist die Lage seit kurz vor Ostern (seitdem detaillierte Daten dazu öffentlich sind) relativ konstant: 250 Intensivbetten stehen in Dortmund zur Verfügung. Etwa 50 Beatmungsplätze hält das Klinikum Dortmund für Coronavirus-Patienten frei. 11 von ihnen wurden zuletzt gebraucht.

Die drei von der Stadt bestätigten Toten sind 71, 85 und 86 Jahre alt gewesen. Doch nur 19 von mehr als 600 bestätigten Corona-Fällen sind in Dortmund älter als 80 Jahre: Drei Viertel der positiv getesteten Personen sind jünger als 60 Jahre. 54 Prozent sind männlich - vier Kinder unter fünf Jahren haben sich nachgewiesenermaßen angesteckt.

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