Dortmunds Nachwuchsforscher präsentieren ihre Projekte

„Jugend forscht/Schüler experimentieren“

Sie sind die Wissenschaftler von morgen. Und sie schicken sich an die Welt zu retten. Oder zumindest ein bisschen besser zumachen. Das sind die Projekte von „Jugend forscht“.

Dortmund

von Lena Dahlbüdding

, 17.02.2019, 15:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dortmunds Nachwuchsforscher präsentieren ihre Projekte

Die Ausstellung "Jugend forscht/Schüler experimentieren" in der DASA. © Lena Dahlbüdding

Der Regionalwettbewerb „Jugend forscht/Schüler experimentieren“ wurde in der DASA ausgetragen. Schülerinnen und Schüler stellen aus 13 Region insgesamt 37 Projekte vor. Darunter auch einige aus Dortmund.

Die insgesamt 71 Jungforscher haben unter dem Motto „Frag nicht mich. Frag dich.“ eigenständig ihre Projekte erarbeitet. Neun Beiträge kamen von Dortmunder Schülerinnen und Schüler des Max-Planck-Gymnasiums, des Immanuel-Kant-Gymnasiums, des Leibniz-Gymnasiums und des Gymnasiums an der Schweizer Allee.

Die Sportpsychologie – sportliche Leistung in Abhängigkeit von mentaler Stärke von Pia Surke (18) im Bereich Biologie

Pia Surke spielt Eishockey und hat sich in ihrem Projekt mit der Frage beschäftigt, wie man die sportliche Leistung verbessern kann. Sie sagt: „Die mentale Stärke ist nur eine Komponente der sportlichen Leistung, aber sie spielt eine sehr große Rolle.“

Damit sie die Rolle der mentalen Stärke definieren konnte, hat sie einen Versuch gestartet. Die Mitspielerinnen in Pias Eishockey-Mannschaft waren ihre Testpersonen. Sie hat einem Fragebogen erstellt und die Ergebnisse verglichen.

Sie hatte sich dazu entschieden, dass sie eine Verbesserung der mentalen Stärke ihrer Mitspieler bewirken möchte und hat mit einer Mitspielerin trainiert. Im Vordergrund stand, dass sie das Selbstbewusstsein verbessern wollte. Vor jedem Training und Spiel sollte sich Pias Testperson eine Situation vorstellen, die sie gut gelöst hat. Außerdem hat sie sich kleinschrittig eigene Ziele gesetzt und diese selbstständig verwirklicht.

USB-Stick als Schlüssel zu Dateien von Florian Pompowski (15) im Bereich Mathematik/Informatik

Florian Pompowski möchte die digitale Sicherheit erhöhen und vereinfachen. Die Idee, die dahinter steckt, ist die Entwicklung eines Systems zur Verschlüsselung von Dateien. Dateien können so verschlüsselt werden, dass sie nicht gelesen werden können, solange ein USB-Stick nicht angeschlossen ist. Der Schlüssel befindet sich auf dem USB-Stick, der nicht zugänglich ist.

Der Nutzer kann festlegen, wie groß der Schlüssel sein soll. Je größer der Schlüssel, desto sicherer. Florian veranschaulicht sein Projekt: „Man kann sich das bildlich vorstellen, dass die Daten auf dem Rechner ein Haus sind, und der USB-Stick der Schlüssel zum Haus.“

jAKKU - eine Jacke als Ladegerät von Sara Rozin Karci (14) und Katharina Fiona Sonne (15) im Bereich Technik

Die beiden Schülerinnen Sara Rozin Karci und Katharina Fiona Sonne wollen eine Jacke entwickeln, die im Alltag durch Bewegung oder andere Einflüsse von außen, Strom erzeugt. Damit wollen sie eine Powerbank oder ein Handy aufladen.

Um an ihr Ziel zu kommen, haben die beiden mehrere Quellen ausprobiert. Darunter waren Schüttellampen, Dynamos und auch eine Solarzelle. Die Quellen laden den Kondensator auf, der die Energie speichert. Damit kann man ein Handy oder eine Powerbank aufladen. Sie haben sich Mechanismen überlegt, wie sie die Quellen in eine Jacke einbauen könnten. Zum Beispiel bei Testperson Hans-Jürgen: Die beiden Schülerinnen haben ihm in der Ellenbeuge einen Dynamo eingebaut. Durch das Bewegen des Arms wird Energie erzeugt.

Mikroplastik – Filtersystem von Celina Wahl (16) im Bereich Biologie

Celina Wahl möchte die Menge der Plastikpartikel im Wasser reduzieren. In zwei Versuchen mit unterschiedlichen Filtern, ein Glas- und ein Papierfilter, hat sie die Plastikpartikeln vom Wasser geschieden und so die kleinstmöglichsten Teilchen entfernt. Unter dem Mikroskop konnten sich Interessierte das Ergebnis angucken.

Celina möchte der Umwelt helfen und die Gewässer von Plastikpartikeln befreien. Ihr Ziel ist es Filter zu bauen, die zum Beispiel in großen Fabriken eingebaut werden können, damit das Wasser besser gereinigt wird und weniger Plastik ins Wasser gelangt.

Die sechs Gewinner des Regionalwettbewerbs haben sich für die Teilnahme am „Jugend forscht“-Landeswettbewerb Nordrhein-Westfalen qualifiziert. Zwei der Gewinnerprojekte kommen aus Dortmund: Sara Rozin Karci und Katharina Fiona Sonne mit ihrem Projekt jAKKU – eine Jacke als Ladegerät, sowie Laura Bauer, Milla Blanke und Maya Rohde mit dem Projekt „Bequem für Menschen, hygienisch für Vögel“.

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