Dragqueen Gaby Tupper beim Gottesdienst in der Dortmunder Reinoldikirche

Reihe „Kino und Kirche“

Eine Dragqueen ist ein eher ungewöhnlicher Gast in einer Kirche. Anfang März kommt die Berliner Queer-Aktivistin Gaby Tupper in die Reinoldikirche. Dort spircht sie über ein sensibles Thema.

Dortmund

, 13.02.2020, 17:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dragqueen Gaby Tupper ist am 8. und 9. März in Dortmund zu Gast.

Dragqueen Gaby Tupper ist am 8. und 9. März in Dortmund zu Gast. © dpa

Der Film „Der verlorene Sohn“ sorgte 2019 für Aufsehen, weil er ein Tabu-Thema in den Blickpunkt rückte: Umwandlungstherapien, mit denen junge Menschen dazu gebracht werden sollen, ihre Homosexualität zu bekämpfen. Erst seit Anfang dieses Jahres sind die Therapien in Deutschland verboten.

Szenen aus dem Film sind am 8. März (Sonntag) um 18 Uhr in einem Gottesdienst in der Reihe „Kino und Kirche“ in der Evangelischen Stadtkirche St. Reinoldi zu sehen. Gast ist dabei Gaby Tupper, Drag Queen, Aktivistin, Cineastin und queere Christin aus Berlin. Gemeinsam mit Reinoldi-Kantor Christian Drengk am Klavier sorgt sie auch für einen musikalischen Beitrag.

Gespräche bei Brot und Wein

Bereits während des Kirchentags 2019 war Gaby Tupper in der „Wunderkirche St. Reinoldi“ zu Gast. „Jetzt wird sie ihre ganz eigene Sicht und ihre Erfahrungen noch einmal ganz anders einbringen“, kündigt Pfarrerin Susanne Karmeier an. Wie üblich sind die Besucher im Anschluss an den Gottesdienst in der Kirche zu Brot und Wein eingeladen. Auch dabei gibt es dann die Gelegenheit, mit Gaby Tupper ins Gespräch zu kommen.

Am 9. März (Montag) ist der Film „Der verlorene Sohn“ (FSK 12) dann um 20.15 Uhr in der Schauburg an der Brückstraße zu sehen - ebenfalls mit Gaby Tupper als Gast. Der Eintritt kostet 3 Euro.

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