Drama um Entenfamilie: Küken in Fallrohr verschwunden

Feuerwehr-Einsatz

Verschwundene Entenküken haben am Dienstag die Feuerwehr auf den Plan gerufen. Vier von sieben Vogelbabys waren offenbar in einem Fallrohr auf einem Hinterhof an der Landgrafenstraße verschwunden. Fast zwei Stunden lang suchte die Feuerwehr nach den Küken.

DORTMUND

, 03.06.2015, 15:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Drama um Entenfamilie: Küken in Fallrohr verschwunden

Blick in den Schacht.

Gegen 13.32 Uhr ging am Dienstag bei der Feuerwehr ein Anruf ein - vier Entenküken seien in einem Rohr verschwunden, erzählt Feuerwehrsprecher André Lüddecke auf Anfrage unserer Redaktion. Nach Auskunft des Anrufers habe eine Entenmutter auf einem begrünten Flachdach in einem Hinterhof an der Landgrafenstraße genistet. Sieben Küken sollen bei ihr gelebt haben. Aber jetzt waren es nur noch drei.

Mutter vom Dach gesprungen

Von dem Flachdach führt über die Regenrinne ein Fallrohr in den Boden. Und genau dort sollen vier der sieben Entenbabys verschwunden sein. Die Mutter sei vom Flachdach runtergesprungen, drei Küken hinterher, so der Augenzeuge. Doch einige Kinder blieben auf dem Dach zurück. Als er das nächste Mal hingeblickt habe, waren die restlichen Küken verschwunden - wahrscheinlich in dem großen Fallrohr. 

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Entenküken verschwinden in Fallrohr

Drama um Entenfamilie: Vier Küken sind am Dienstag in einem Fallrohr an der Landgrafenstraße verschwunden. Die Feuerwehr suchte fast zwei Stunden lang nach ihnen, um sie wieder mit ihrer Mutter zu vereinen.
03.06.2015
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Um die Enten aufzuspüren, kletterte ein Feuerwehrmann in die Kanalisation.© Foto: René Werner / IDA-News
Die Feuerwehr konnte die Entenmutter und drei Küken fangen und am Westfalenpark aussetzen.© Foto: René Werner / IDA-News
Mit einem Netz haben die Feuerwehrmänner die Enten gefangen.© Foto: René Werner / IDA-News
Der Einsatz war am Dienstagmittag an der Landgrafenstraße.© Foto: René Werner / IDA-News
Auf diesem Flachdach soll die Entenmutter mit sieben Küken genistet haben. Von dort führt über die Regenrinne ein Fallrohr in den Boden. Darin sollen die Küken verschwunden sein.© Foto: René Werner / IDA-News
In dieser Box sind die Tiere transportiert worden.© Foto: René Werner / IDA-News
Die Küken sind noch sehr klein. Gerade ist Brutzeit.© Foto: René Werner / IDA-News
Auf diesem Foto sind Entenmutter und zwei Kinder noch auf freiem Fuß.© Foto: René Werner / IDA-News
Um die Enten aufzuspüren, kletterte ein Feuerwehrmann in die Kanalisation.© Foto: René Werner / IDA-News
Hier steigt der Feuerwehrmann in die Erde hinab.© Foto: René Werner / IDA-News
Mit vielen Gerätschaften war die Feuerwehr am Werk.© Foto: René Werner / IDA-News
Um die Enten aufzuspüren, kletterte ein Feuerwehrmann in die Kanalisation.© Foto: René Werner / IDA-News
Blick in den Schacht.© Foto: René Werner / IDA-News
Um die Enten aufzuspüren, kletterte ein Feuerwehrmann in die Kanalisation.© Foto: René Werner / IDA-News

Zunächst versuchten die Einsatzkräfte, das Fallrohr zu spülen, damit die Küken am anderen Ende auftauchen. Dann kletterte ein Feuerwehrmann in einen nahe gelegenen Gully, um dort nach den Tieren zu suchen. Doch das war ohne Erfolg. Schließlich habe man im Keller des Wohnhauses Rohre abgeschraubt - vergebens. Denn niemand wusste, wohin genau das Wasser aus dem Fallrohr fließt.

Alle Möglichkeiten ausgeschöpft

"Wir haben alle Möglichkeiten ausgeschöpft", sagt der Feuerwehrsprecher. "Die Entenmutter und drei Küken konnten wir einfangen." Doch die übrigen vier Küken sind nicht wieder aufgetaucht. Was mit ihnen passiert ist, weiß niemand. "Vielleicht sind sie an einer ganz anderen Stelle wieder ins Freie gekommen", so Lüddecke.

Mit dem Tiertransporter wurden die Mutter und ihre verbliebenen drei Küken zum See am Westfalenpark gebracht. "Es sind ja Wildtiere, die können nicht ins Tierheim", sagt André Lüddecke. Im Moment häufen sich die Enten-Einsätze der Feuerwehr. Der Grund: Es ist Brutzeit. Erst vor wenigen Wochen waren sieben Küken in einen Gully gefallen' tag='. Aber auch verletzten Enten' tag=' und hilflosen Igeln' tag=' hilft die Feuerwehr.

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