Drei brutale Angriffe: Polizei Dortmund setzt Zivilbeamte an den City-Bahnhaltestellen ein

mlzKampstraße und Stadtgarten

Drei aufsehenerregende Straftaten in vier Tagen, die Tatorte liegen an den belebtesten Orten der Stadt. Die Polizei beschäftigt sich mit den Haltestellen Kampstraße und Stadtgarten.

Dortmund

, 11.02.2020, 05:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Fälle von gewalttätigen Angriffen und ein bewaffneter Raubüberfall sind innerhalb von vier Tagen in der Dortmunder City aufgetreten. In allen Fällen lagen die Tatorte im direkten Umfeld der größten Bahnhaltestellen der Stadt.

Am Dienstag sind zwei Jugendliche (16 und 17) mitten am Tag niedergeschlagen und bestohlen worden. Am Samstagmorgen ist ein 27-Jähriger mit seiner 48-jährigen Mutter ausgeraubt worden. Und am Samstagabend ist eine 25-Jährige aus einer Gruppe von mehreren Männern geschlagen und getreten worden.

Viele Menschen, hohe Anonymität, viele Straftaten

Der erste Tatort war die unterirdische Verteilerebene der Bahnhaltestelle Kampstraße, die anderen beiden Fälle spielten sich rund um die Haltestelle Stadtgarten ab. Bahn-Betreiber DSW21 erklärte gerade erst das eigene Sicherheitskonzept, teilte dabei aber auch mit: „Für das Thema Gewalt- und Straftaten ist die Polizei zuständig.“

Also hat unsere Redaktion bei der Polizei nachgefragt, wie sie sich mit den Haltestellen in der City beschäftigt. In der Antwort heißt es unter anderem: „Ein grundsätzliches Aufkommen von Straftaten ist aufgrund der hohen Anzahl von Menschen und der damit einhergehenden Anonymität automatisch gegeben.“

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Statistisch gesehen gebe es also überall dort viel Kriminalität, wo sich auch viele Menschen aufhalten. Die Haltestellen Kampstraße, Stadtgarten und Reinoldikirche sind die mit den meisten Umsteigemöglichkeiten: „Der Durchgangsverkehr unterschiedlichster Personen ist daher dauerhaft extrem hoch“, so die Polizei.

Außerdem werden die Haltestellen ob ihrer zentralen Lage als Anlauf- und Treffpunkt genutzt. Doch wie will die Polizei verhindern, dass dort Gewalttaten wie in den vergangenen Tagen geschehen?

Ordnungsamt, Polizeistreife und zivile Kräfte

„Dem wird sowohl durch Bestreifen durch Kräfte der Ordnungspartner mit Streifenbeamten als auch durch zivile Beamten entgegengewirkt“, heißt es. Aus dem Behördendeutschen übersetzt: Neben Streifenpolizisten und Mitarbeitern des Ordnungsamtes seien auch zivil gekleidete Polizeibeamte an den Haltestellen unterwegs.

An der Kampstraße ereignete sich der Überfall wenige Meter vom DSW21-Infocenter entfernt. Während dort Mitarbeiter im Einsatz waren. Jede Menge Fußgänger müssen bei allen Taten unterwegs gewesen sein. Da verwundert vor allem die Tatsache, dass die Täter zu diesen Zeiten an den belebtesten Orten der Stadt größtenteils so unerkannt entkommen konnten.

Hinweise zu den Vorfällen nimmt die Polizei entgegen unter Tel. (0231) 1 32 74 41.

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