Drei Schläger aus Hörde sind entwischt

Angriff auf Schüler

Im August 2015 attackierte bewaffnete Jugendliche in Hörde eine Gruppe von Schüler. Polizei und Zeugen sprachen von extrem brutaler Gewalt. Gegen fünf Beschuldigte hat die Staatsanwaltschaft inzwischen Anklage erhoben. Drei sind zur Fahndung ausgeschrieben.

DORTMUND

, 30.07.2016, 01:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Drei Schläger aus Hörde sind entwischt

Auf der Kreuzung Nortkirchenstraße / Ecke Gildenstraße ereignete sich der Angriff.

Fast ein Jahr nach dem brutalen Angriff auf eine Schüler-Gruppe im August 2015 in Hörde klagt die Staatsanwaltschaft vor dem Amtsgericht Dortmund fünf Jugendliche wegen gefährlicher Körperverletzung an. Gegen einen von anfangs neun Beschuldigten ist das Verfahren eingestellt worden. Laut Staatsanwältin Sonja Frodermann fehlt ein „hinreichender Tatverdacht“ gegen ihn.

Drei Beschuldigte sind entwischt

Drei weitere Beschuldigte werden ebenfalls nicht an der Verhandlung teilnehmen. Der Aufenthaltsort der aus dem Kosovo und Albanien stammenden Jugendlichen ist Polizei und Justiz nicht bekannt. Das Verfahren gegen sie wurde laut Staatsanwaltschaft deshalb „vorläufig“ eingestellt. Die Angeklagten sind zur Fahndung ausgeschrieben. Ein Haftbefehl liegt gegen sie nicht vor.

Nichtiger Anlass

Am 28. August 2015 sollen die acht Tatverdächtigen im Alter von mindestens 16 Jahren auf der Kreuzung Wellinghofer Straße /  Nortkirchenstraße aus nichtigem Anlass eine Schülergruppe angegriffen haben. Dabei waren sie mit einem Messer, einer Eisenstange, Metallketten und Stöcken bewaffnet. Einen Gymnasiasten, der sich schützend vor die attackierten Hauptschüler gestellt hatte, verletzten die Täter schwer am Kopf.

Termin steht noch nicht fest

Zeugen und Polizisten sprachen damals von massiver Aggression und Gewalt sowie von „erheblichen Widerstandshandlungen“. Drei 15 und 16 Jahre alte Tatverdächtige konnte die Polizei schnell festnehmen. Die Namen der mutmaßlichen Komplizen ermittelte das neue Jugendkommissariat der Polizei. Das Verfahren läuft vor einem Jugendgericht. Laut Staatsanwaltschaft steht ein Termin noch nicht fest.

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