Nacht-Aktion: Dortmunder DRK unterstützt Corona-Bekämpfung in Gütersloh

mlzDRK Dortmund

In den frühen Morgenstunden brachen am Montag (29.06) Dortmunder DRK-Helfer auf in Richtung Gütersloh, um das dortige Corona-Testzentrum zu unterstützen. Einer der Helfer berichtet:

von Daniel Reiners

Dortmund

, 30.06.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon um 5 Uhr in der Früh waren am Montag (29.06) zwölf Dortmunder Helfer des Deutschen Roten Kreuz aufgebrochen in Richtung Gütersloh. Zusammen mit den Katastrophenschutz-Helfern vom Arbeiter-Samariter-Bund und dem Malteser Hilfsdienst wurde den Dortmundern an diesem Tag die Aufgabe zuteil, gemeinsam gegen die Ausbreitung von COVID-19 in Gütersloh zu kämpfen.

Im Auftrag der Bezirksregierung Arnsberg wurden die Dortmunder in den Kreis Gütersloh geschickt, wo derzeit ein Corona-Testzentrum betrieben wird, dessen Kapazitäten von der Bundeswehr bis hin zu allen verfügbaren weiteren Hilfskräften reichen.

„Durch die regelmäßige Mitwirkung im Rettungsdienst der Stadt Dortmund sind die Helfer des DRK für solche Aufgaben gut trainiert", heißt es in der aktuellen Pressemitteilung des DRK-Kreisverbandes Dortmund e.V..

12-köpfiges Team erhielt die Berufung nach Gütersloh erst am Vorabend

Benjamin Michels aus Dortmund gehört zum Team des Dortmunder DRK-Kreisverbandes und war am Montag (29.06) zusammen mit einem 12-köpfigen Team nach Gütersloh gestartet.

„Die Anfrage um Hilfe in Gütersloh kam sehr spontan, nämlich erst am Vorabend", so Michels. Da die Haupttätigkeit des DRK in Dortmund ansonsten eher aus Bereichen wie der Tagespflege bestehe, habe ein so ungewöhnlicher Auftrag zunächst für Aufregung gesorgt.

„Unser Hauptanliegen vom DRK ist es, den Menschen zu helfen. Mit der Beorderung nach Gütersloh, zum Corona-Testzentrum, wurde unsere Arbeit auf einmal sehr viel unmittelbarer. Da war uns zunächst schon etwas mulmig zumute", so Michels.

250 bis 700 getestete Personen pro Tag, Bundeswehr und DRK arbeiten parallel

Nach der Anreise, die in den frühen Morgenstunden in Dortmund begonnen hatte, bot sich den Dortmunder Hilfskräften in Gütersloh ein außergewöhnliches Bild:

Unterwiesen wurden die Mitarbeiter zunächst von einem Aufgebot der Bundeswehr, das in der Turnhalle eines örtlichen Berufskollegs täglich zwischen 250 und 700 Personen auf das Coronavirus testet.

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Der Ablauf vor Ort sei dann wie folgt vonstattengegangen:

Die Personalien-Erfassung jedes zu testenden Bürgers wurde in einer Warteschlange vor der zur Teststation umfunktionierten Turnhalle von Kräften der Bundeswehr übernommen. Die Zusammenarbeit mit ihnen sei für die Mitarbeiter des Dortmunder DRK ebenso Neuland gewesen wie das anschließende hundertfache Testen von potenziell Infizierten per Mundabstrich.

„Damit man als zu Testender während der stundenlangen Wartezeit nicht ganz den Speichel verliert, der wichtig für das Testen ist, haben wir den ganzen Tag über zusätzlich Getränke unter den Wartenden verteilt", so Michels weiter.

Dortmunder „positiv überrascht" über wohlwollende Bürger im Testzentrum

Insgesamt sei man über den Ablauf des Wartens und anschließenden Testens aber sehr positiv überrascht gewesen. So hätten sich fast alle Bürger ordnungsgemäß und obendrein sehr wohlwollend den Helfern gegenüber verhalten.

„Das mulmige Gefühl von der Hinfahrt, dahingehend, was uns wohl in Gütersloh erwarten wird, hat sich in das positive Gefühl verwandelt, unmittelbare Hilfe geleistet zu haben", so Michels. „Unser Dortmunder Team war erleichtert darüber, dass unsere Unterstützung so reibungslos funktioniert hat."

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