DSW21 plant Sonderfahrten für medizinisches Personal und Supermarkt-Angestellte

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DSW21 fällt die wichtige Aufgabe zu, dafür zu sorgen, dass Ärzte, das Pflegepersonal und Einzelhandelsmitarbeiter pünktlich zur Arbeit kommen. Für sie werden Sonderfahrten geschaffen.

Dortmund

, 29.03.2020, 08:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während der Flughafen als Tochterunternehmen von DSW21 in seinem Betrieb voll vom Coronavirus getroffen wurde, sind die Stadtwerke als Mutterkonzern dabei, ihre Leistungen auszuweiten. „Wir halten unser umfangreiches Angebot nicht trotz, sondern gerade wegen der Corona-Pandemie aufrecht“, erklärte Guntram Pehlke, Vorstandsvorsitzender von DSW21.

Zwar seien aktuell alle Bus- und Stadtbahnlinien mit dem sogenannten „Ferienfahrplan“ unterwegs – das heißt, es entfallen die zusätzlichen Einsatzwagen, weil die Schulen geschlossen sind –, doch gleichzeitig sei man dabei, Sonderfahrten zu schaffen, sagte Pehlke in einer Video-Pressekonferenz am Freitag.

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Gerade im Bereich der kritischen Infrastruktur müsse DSW21 sicherstellen, dass Ärzte, Schwestern und Pfleger sowie Einzelhandelsmitarbeiter und sonstige Helfer pünktlich zur Arbeit und wieder nach Hause kommen.

Krisenstab startete bereits Ende Januar

DSW21 ist Mitglied im städtischen Krisenstab zur Corona-Krise. Die Arbeit in Dortmund funktioniere hervorragend, sagte Pehlke. DSW21 selbst habe bereits am 30. Januar seine erste Krisensitzung gemacht.

Der Vorstandsvorsitzende: „Wir haben uns vor die Lage gebracht. Das hätten wir uns von der Bundesregierung auch gewünscht.“ Dort habe man die meisten Maßnahmen zu spät ergriffen mit der Folge, dass sie nun länger aufrecht erhalten werden müssten.

Bei DSW21 sei bislang nur ein Mitarbeiter am Coronavirus erkrankt. Der Mann sei aus Italien zurückgekehrt und habe sich verantwortungsbewusst vor Dienstantritt gemeldet. „Darüber hinaus haben wir bei DSW21 keine Infektion“, sagte Pehlke. Auch die Krankheitsquote sei für diese Jahreszeit normal. „Wir können unseren Fahrplan aufrechterhalten.“

Der Flughafen braucht echte Zuschüsse

Das Gleiche gelte für die Wasser- und Energieversorgung durch die Unternehmenstochter DEW21. „Auch bei DEW21 gibt es keinen Ausfall“, stellte Pehlke fest. Menschen, die in Zeiten des Coronavirus Sorge um die Qualität des Trinkwassers haben, kann er beruhigen.

„Die Qualität des Leitungswassers ist besser als das, was es in Flaschen zu kaufen gibt; denn Letzteres fällt unter die Lebensmittelverordnung, Leitungswasser aber unter die strengere Trinkwasserverordnung.“

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Den Flughafen dagegen hat das Coronavirus aus der Unternehmensgruppe am härtesten erwischt. Die Geschäftsgrundlage sei zerstört, sagte Pehlke: „Je nach Entwicklung der Situation werden wird dort leider auch die Option Kurzarbeit genau prüfen müssen.“

Am Ende würden Kredite nicht reichen, um das auszugleichen sagte Pehlke. Der Flughafen brauche echte Zuschüsse aus Bundesmitteln und mehr Zeit von der EU als nur bis Ende 2023, um mindestens ein ausgeglichenes Betriebsergebnis vorlegen zu können.

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