Dudelsack und Whiskey

Tiefe Einblicke in die schottische Kultur erlaubte am Samstag die Feier zum 50. Jubiläum der Deutsch-Britischen Gesellschaft. Gleichzeitig wurde an die 40-jährige Städtepartnerschaft zwischen Dortmund und Leeds erinnert.

30.03.2009, 11:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dudelsack und Whiskey

<p>Der Dudelsack ist aus Schottland und somit am Samstag auch aus dem Fritz-Henßler-Haus kaum wegzudenken. Laryea</p>

Den Anfang machte der Schotte Brian Laird, der mit seiner immensen Stimme Gedichte des schottischen Nationaldichters Robert Bearns zitierte. Das verstand nicht jeder der über 300 Jubiläumsgäste im Saal und auch Rezitator Laird gab unumwunden zu: "Keine Sorge, falls Sie nicht alles verstehen - wir tun das ebenso wenig", scherzte er.

Doch nicht nur Laird verbreitete schottische Stimmung im Fritz-Henßler-Haus, sondern auch die Lothian Borders Police Pipe Band aus Edinburgh, eine der ältesten Dudelsack-Bands überhaupt. Im Gegenzug durften sich die britischen Gäste vom Können des Dortmunder Polizeichors überzeugen.

Ein Höhepunkt war der Auftritt des Barden Robin Laing. Alle seine Lieder handeln von Whiskey. Er kennt alle Sorten. 52 listet er in seinem ersten Song auf.

"Dieser Abend ist Teil unserer Begegnungsarbeit, die seit dem Abzug der britischen Truppen immer schwieriger geworden ist", sagt Vorsitzender Rolf Dickel. Nun müsse man sich schon intensiver in der Umgebung nach Briten umsehen. Das war 1949 noch anders, als sich der Verein "Die Brücke" im "Löwenhof" gründete. Über 10 000 Soldaten waren damals in der Umgebung stationiert. Die Gruppe organisierte erste Sprachkurse und Schülerreisen - zehn Jahre später ging aus ihr die Deutsch-Britische Gesellschaft hervor.

Beim Austausch mit den Freunden aus Leeds gewannen die Gastgeber auch einen anderen Blick auf Dortmunder Probleme. "Die Finanzkrise trifft Großbritannien sehr viel stärker als Deutschland", berichtet Rolf Dickel. Sehr viel mehr Jobs seien dort verloren gegangen. "Da geht es uns im Vergleich noch recht gut!" jomt

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