Dürfen sich Kita und Schützenverein bald ein Gelände in Dortmund teilen?

Ehemalige Grundschule

Ein Bürgerschützenverein mit Schießstand und eine geplante Kita als direkte Nachbarn: Für dieses Konzept zückte die Verwaltung die Rote Karte. Das könnte sich vielleicht ändern.

Kley, Oespel

, 19.12.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dürfen sich Kita und Schützenverein bald ein Gelände in Dortmund teilen?

Der Schulpavillon (l.) soll das neue Domizil der Bürgerschützen werden. Momentan wartet der BSV noch auf die Zustimmung der Verwaltung. © (A) Beate Dönnewald

Frust und Freude lagen in der Vergangenheit für Dietmar Spiess nah beieinander. Grund dafür war der ständige Wechsel von Hiobsbotschaften und guten Nachrichten zum neuen Vereinsheim des Schützenvereins (BSV) Oespel-Kley.

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Aufatmen kann der BSV-Vorsitzende zwar immer noch nicht, aber ein Brief von Stadtdirektor Jörg Stüdemann rückt den Wunsch-Standort, den ehemaligen Schulpavillon am Kleyer Weg, in greifbare Nähe.

Eigentlich hat die Jugendverwaltung den Plänen schon die Rote Karte gezeigt. Sie lehnt die direkte Nachbarschaft von Schießstand und Kindertagesstätte, die auf dem Gelände gebaut werden soll, kategorisch ab.

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Er habe den Nutzungswunsch dem Jugenddezernat erneut vorgetragen, so Stüdemann. Denn: „Dem aktuellen Prüfauftrag der Bezirksvertretung Lütgendortmund entnehme ich, dass sich der BSV auch verpflichten würde, Nutzungskonflikte zwischen Schießstand und TEK (Anmerkung d. Redaktion: Tageseinrichtung für Kinder) auszuschließen“, schreibt Stüdemann.

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Obwohl die Entscheidung noch aussteht, konfrontiert Stüdemann den BSV-Chef mit konkreten Bedingungen: Der BSV müsse den Pavillon eigenständig herrichten und den Umbau aus eigenen Mitteln finanzieren, die bauordnungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen und die Betriebskosten tragen. „Über die Mietkonditionen ist noch zu verhandeln“, so Stüdemann.

Dietmar Spiess ist zufrieden: „Endlich haben wir eine Tür geöffnet.“

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