E-Scooter-Unfälle alarmieren Polizei: „Können von Glück reden, dass keiner getötet wurde“

Verkehrsbericht 2019

Seit acht Monaten kann man in Dortmund E-Scooter leihen – für die Polizei ein großes Problem. Warum, verrät der neue Verkehrsbericht – und auch eine weitere dramatische Entwicklung.

Dortmund

, 25.02.2020, 12:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
E-Scooter-Fahrer im Straßenverkehr haben die Dortmunder Polizei 2019 in Atem gehalten.

E-Scooter-Fahrer im Straßenverkehr haben die Dortmunder Polizei 2019 in Atem gehalten. © dpa

E-Scooter-Fahrer werden für die Dortmunder Polizei immer mehr zum Problem. Seit Juli, dem Monat, in dem sich der erste Roller-Anbieter in Dortmunder niederließ, registrierte die Polizei bis Ende des Jahres 783 Verstöße oder Straftaten bei der Nutzung von E-Scootern.

Bei 21 Verkehrsunfällen mit beteiligten E-Scootern wurden 2019 insgesamt 15 Personen verletzt, davon zwei schwer.

Das Hauptproblem sind laut Verkehrsbericht 2019 übrigens Fahrer, die betrunken oder unter Drogeneinfluss mit dem E-Scooter fahren. Die Polizei setzt dem nach eigenen Angaben nun regelmäßige Kontrollen, aber auch Präventionsmaßnahmen entgegen.

So viele Verkehrsunfälle wie nie zuvor

Das E-Scooter-Problem ist ein Thema, das aus dem neusten Verkehrsbericht der Polizei hervorgeht. Einmal im Jahr veröffentlicht die Polizei Daten, Zahlen und Entwicklungen zur Verkehrssicherheit in Dortmund.

Daraus geht auch hervor, dass es 2019 so viele Verkehrsunfälle wie nie zuvor in Dortmund gab: 24.980, ein Anstieg um 403 Fälle. Das ist der höchste Wert der letzten zehn Jahre.

Gleichzeitig ist die Zahl der Verunglückten um 82 Personen zurückgegangen, auch die Zahl der Verkehrstoten ist gesunken: Von fünf Personen 2018 auf zwei im vergangenen Jahr.

Lesen Sie jetzt