Ehrenamtskarte ist in Dortmund ab März verfügbar

mlzEhrenamtliches Engagement

Eigentlich hätte sie schon im Januar kommen sollen, jetzt gibt es einen neuen Termin: Ab März soll die Ehrenamtskarte NRW, die ehrenamtliches Engagement würdigt, in Dortmund verfügbar sein.

Dortmund

, 23.02.2019, 04:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Dortmund möchte das Engagement all derer, die ehrenamtlich arbeiten, wertschätzen und würdigen. Deshalb hat die Verwaltung auf Initiative der CDU ein „Konzept zur Förderung der Anerkennungskultur“ entwickelt. Ein Teil dieses Konzeptes mit dem Titel „Dortmunder Modell“ ist die Einführung der Ehrenamtskarte des Landes NRW. Die Einführung hatte der Rat im Mai 2018 beschlossen – für Januar 2019.

Der Start zu Jahresbeginn hatte sich allerdings verzögert, weil laut Stadt das Konzept für die Ehrenamtskarte erst noch hatte erarbeitet werden müssen. Das ist mittlerweile geschehen. Die Karten sind bestellt, Informationsmaterial, Flyer, Plakate und das Antragsformular zur Karte sind schon bei der Stadt Dortmund eingegangen.

Nun muss die Stadt nur noch eine Vereinbarung mit dem Land NRW unterzeichnen. Das ist für den 15. März geplant, teilt Stadtsprecher Michael Meinders auf Anfrage mit.

Direkt nach der Vereinbarungs-Unterzeichnung sind die Anträge für die Ehrenamtskarte online abrufbar und Träger, Vereine und Organisationen, die mit Ehrenamtlichen arbeiten, werden angeschrieben und darüber informiert.

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Ehrenamtskarte bietet landesweit Vergünstigungen

Die NRW-Ehrenamtskarte bietet landesweit Vergünstigungen für verschiedene Aktivitäten, zum Beispiel für das Theater, Schwimmbäder und Museen. In Dortmund gibt es beispielsweise Rabatt auf Veranstaltungen der Musikparade.

Ehrenamtliche müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllen, um für die Karte infrage zu kommen. Vergeben wird sie nur an Ehrenamtliche, die durchschnittlich mindestens fünf Stunden in der Woche oder 250 Stunden im Jahr aktiv sind. Die Organisation, bei der der Ehrenamtliche tätig ist, muss die geleisteten ehrenamtlichen Stunden auf dem Antragsformular bestätigen.

Die ehrenamtliche Arbeit darf nur für Dritte geleistet werden. Der Ehrenamtliche darf dafür kein Geld bekommen, abgesehen von der Erstattung von Kosten. Und der Bewerber muss mindestens seit zwei Jahren ehrenamtlich in Dortmund tätig sein. Gültig ist die Karte für zwei Jahre, danach muss sie neu beantragt werden.

Würdigung für die, die weniger Zeit haben

Weil die Hürden des Landes für die Ehrenamtskarte, vor allem was die zeitlichen Vorgaben angeht, recht hoch sind, sieht das „Konzept zur Förderung der Anerkennungskultur“ noch weitere, niederschwelligere Bausteine vor, mit denen ehrenamtliches Engagement in Dortmund gefördert und gewürdigt werden soll. Das Konzept soll in der Ratssitzung am 28. März beschlossen werden.

„Mit dem Dortmunder Modell können auch Ehrenamtliche erreicht werden, die weniger Zeit für ehrenamtliche Aktivitäten haben“, sagt Karola Jaschewski von der Freiwilligen-Agentur. „Denn deren Ehrenamt ist ja nicht weniger wert, nur weil sie weniger Zeit haben.“

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Neben der Ehrenamtskarte sind demnach weitere Möglichkeiten der Wertschätzungskultur vorgesehen. Bislang gibt es, so Jaschewski, zwei konkrete Vorschläge: die Einführung einer Ehrenamtsnadel und den Engagementnachweis.

Diese sollen Vereinen, Organisationen und Verbände nach eigenem Ermessen an Ehrenamtliche vergeben können. Weitere Ideen würden zurzeit noch ausgearbeitet, sagt Jaschewski.

Förderfonds in Höhe von 25.000 Euro

Darüber hinaus sieht das Dortmunder Modell die Einrichtung eines Förderfonds für bürgerschaftliches Engagement in Höhe von 25.000 Euro bei der Freiwilligen-Agentur vor. Vereine und Verbände haben die Möglichkeit, für ihre Ehrenamtlichen zum Beispiel Qualifizierungen, Aufwandsentschädigungen und Helferfeste zu beantragen.

Der Mindestförderbetrag beträgt 100 Euro, der Höchstsatz liegt bei 1000 Euro pro Jahr. Über die Vergabe der Mittel entscheidet ein Beirat.

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Die Ehrenamtskarte wird offenbar nicht wie geplant im Januar eingeführt. Das stellte sich kürzlich in der Sitzung des Ausschusses für Bürgerdienste heraus. Von Marie Ahlers

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