Kampf gegen schädliche Raupe: Verein hofft auf tierische Unterstützung

Eichenprozessionsspinner

Die Rückkehr der gefährlichen Eichenprozessionsspinner-Raupen ist wahrscheinlich. Im Dortmunder Westen setzt ein Verein bei der Bekämpfung auf den natürlichen Feind des Schädlings.

Huckarde

, 04.04.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Meisen ernähren sich gerne von den Raupen des Eichenprozessionsspinners. Die Nistkästen sollen sie anlocken.

Meisen ernähren sich gerne von den Raupen des Eichenprozessionsspinners. Die Nistkästen sollen sie anlocken. © Iris Neubert

Die erste Meise haben die Ehrenamtler bereits gesichtet. Dabei hängen die zehn Meisenkästen erst seit Mitte der Woche. Die Interessengemeinschaft Karl-Exius-Haus (IGKE) hat sie angeschafft, um dem Eichenprozessionsspinner den Kampf anzusagen – bevor seine Brennhaare zur gefährlichen Plage für Augen, Haut und Atemwege werden.

„Im vorigen Jahr mussten wir rund 5000 Euro ausgeben, um die Raupen von den Baumstämmen saugen zu lassen“, berichtet IGKE-Vorsitzender Manfred Stankewitz, „das war unabdingbar, sonst hätten wir unser Sommerfest nicht feiern können.“

Interessengemeinschaft kauft Sauger und zehn Nistkästen für Meisen

Um in diesem Jahr vorbeugen zu können, schaffte die IGKE zunächst einen entsprechenden Sauger für die Baumstämme an. Außerdem kaufte sie zehn Nistkästen für Meisen, weil sich diese Vögel gern von den Raupen des Eichenprozessionsspinners ernähren.

Die erste Meise ist schon eingezogen.

Die erste Meise ist schon eingezogen. © Iris Neubert

Das Aufhängen der Kästen am Karl-Exius-Haus war schnell erledigt, nun müssen nur noch die Meisen kommen, bevor es die Raupen tun. „Ich habe gehört, es kann bis zu zwei Wochen dauern, bevor die Meisen so einen Nistkasten als neues Zuhause annehmen“, sagt Iris Neubert, Pressesprecherin des Vereins.

Die erst Meise sei aber sehr spontan gewesen. „Sie schlüpfte direkt in ihre neue Behausung“, habe sie beobachtet.

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