Eike Immel im Dschungel-Himmel

DORTMUND Im Schlamm hat er schon öfter gelegen. Seit Freitag darf der Dortmunder und ehemalige Nationaltorhüter Eike Immel (47) auch im Unrat robben - als einer von zehn Bewohnern des RTL-Dschungelcamps, die zwei Wochen lang um den Titel des Dschungelkönigs kämpfen.

von Von Gaby Kolle

, 11.01.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Geld treibt ihn dazu. Fehlendes Geld. Der einstige Fußballprofi und BVB-Keeper, zu D-Mark-Zeiten noch Millionär, ist rund eine Dekade nach Ende seiner Torhüter-Karriere knapp bei Kasse. So knapp, dass er im Mai letzten Jahres den Offenbarungseid leisten musste: Bauherrnmodelle, Pokerspiele und eine gescheiterte Ehe haben alles aufgezehrt.

Auch für eine notwendige Operation der linken Hüfte reichte das Geld nicht mehr. Für Immel, seit zwei Jahren arbeitsloser Torwarttrainer, hängt das finanzielle Heil nicht am seidenen Faden, sondern gleich an einer Urwald-Liane. Erst Kakerlaken und dann vielleicht wieder Kaviar. In einem Zeitungs-Interview hat Immel erklärt, dass Schlamm erfahrene Torhüter besonders geeignet seien, bei den Ekelspielen im Dschungelcamp zu bestehen.

BVB-Torwarttrainer Teddy de Beer kann das nur unterstreichen: "Ein Torwart ist natürlich geeigneter dafür als jeder Feldspieler", erklärte er auf RN-Nachfrage. Warum? de Beer: "Weil der Torhüter es gewohnt ist, sich in jedes Getümmel zu stürzen, egal ob die Gegenspieler auf ihn zu stürmen oder der Platz matschig ist." Auf eine Feststellung allerdings legt der 44-Jährige großen Wert: Er selbst stünde für kein Dschungelcamp zur Verfügung.

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