Die Nordstadt, hier mit dem Quartier am Nordmarkt, gehört zu den ausgewählten Stadtteilen, in denen es mobile Impfungen geben soll. © Hans Blossey
Monats-Überblick

Ein Dortmunder Stadtbezirk fällt bei den Corona-Zahlen negativ auf

Immer zur Mitte des Monats veröffentlicht die Stadt Dortmund, wie sich die Pandemie in den einzelnen Stadtbezirken entwickelt. Es gibt gute Nachrichten, aber auch einen Ausreißer.

Die Stadt Dortmund hat am Freitag (18.6.) veröffentlicht, wie sich die Corona-Zahlen von Mitte Mai bis Mitte April in den einzelnen Stadtbezirken verändert haben. Grundsätzlich sind in diesem Zeitraum (13.5. bis 14.6.) deutlich weniger Neuinfektionen aufgetreten als in vorherigen Monaten. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 137 auf 17 gesunken.

Auffällig ist eine relativ hohe Zahl an Neuinfektionen im Stadtbezirk Innenstadt-Nord. 261 Corona-Fälle hat es dort im beobachteten Monat gegeben – deutlicher Höchstwert aller Stadtbezirke, auch wenn man die Fallzahl pro 1000 Einwohnern ausrechnet (4,4). Das nächsthöhere Infektionsgeschehen hat sich in Eving abgespielt, wo 121 Neuinfektionen 3,1 Fälle pro 1000 Bürgern bedeuten.

Wenigste neue Fälle in Innenstadt-West und Aplerbeck

Am anderen Ende von Dortmunds Corona-Tabelle befinden sich für den untersuchten Zeitraum die Innenstadt-West (85 neue Fälle) und Aplerbeck (90). In beiden Stadtbezirken bedeuten die Werte eine Quote von 1,6 Infektionen pro 1000 Menschen.

Seit Beginn der Pandemie hat es in Hombruch die wenigsten Corona-Fälle insgesamt gegeben. Doch von Mitte Mai bis Mitte Juni gab es dort einen relativ hohen Anstieg. Die Zahl der Infektionen in dem Bezirk ist um 5,6 Prozent gewachsen. Höhere Anstiege gab es nur in Hörde (plus 6,3) und der Nordstadt (plus 6,6 Prozent).

Laut Gesundheitsamt ist das insgesamt aber eine positive Entwicklung. „Die Unterschiede zwischen den Dortmunder Stadtbezirken in Bezug auf die Dynamik des Infektionsgeschehens haben sich deutlich verringert“, ist in einer veröffentlichten Fachkommentierung zu lesen: „Dies zeigt, dass das Infektionsgeschehen in allen Stadtbezirken in ähnlicher Weise deutlich rückläufig ist.“

Ab Ende Mai hat die Stadtverwaltung Sonder-Impfaktionen durchgeführt. Nach umfangreicher Datenanalyse waren Westerfilde, Bodelschwingh, Nordstadt, Eving und Lütgendortmund als Stadtteile mit den höchsten Infektionsquoten identifiziert worden. „Dieses Angebot wurde in allen ausgewählten Stadtteilen sehr gut angenommen und trägt entscheidend zur Bewältigung der Pandemie bei“, so das Gesundheitsamt.

Vorsicht ist weiterhin wichtig

Durch die Verbreitung der Virusvarianten sei es „unbedingt notwendig, dass sich die gesamte Bevölkerung weiterhin für den Infektionsschutz engagiert, um den in den letzten Wochen erzielten Erfolg der Eindämmung nicht zunichtezumachen“, so das Gesundheitsamt.

Wichtig bei der Betrachtung der Zahlen ist, dass sich die Menschen nicht in ihrem Wohnbezirk angesteckt haben müssen. Grundsätzlich könne aber von einer aktuell hohen Meldezahl auf eine erhöhte Ansteckungsmöglichkeit für den Bezirk geschlossen werden, so die Stadtverwaltung.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
Zur Autorenseite
Kevin Kindel

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt