Ein gebürtiger Oberschlesier organisiert für 2020 die 1200-Jahr-Feier in Persebeck.

mlz1200 Jahre Persebeck

Persebeck wird 1200 Jahre alt - und das wollen die Einwohner 2020 groß feiern. Die Vorbereitungen laufen bereits. Viele packen an, damit es ein großes und unvergessliches Fest wird.

Persebeck

, 27.03.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein gebürtiger Oberschlesier ist ganz vorne dabei, wenn es um die Organisation des 1200-jährigen Geburstags von Persebeck geht. Die Rede ist von Michael Twardon.

Seine Eltern waren Flüchtlinge aus Oberschlesien, die über Freising in Bayern den Weg nach Dortmund gefunden haben, wo der Vater bei Hoesch eine Arbeit fand. Seit 64 Jahren lebt der SPD-Politiker nunmehr in Dortmund - und davon 26 Jahre in Persebeck. „Der Ort ist zu meiner Heimat geworden“, sagt Twardon.

Unterschiedliche Angaben zur Entstehung Persebecks

2008 feierten die Sozialdemokraten ihr eigenes 100-jähriges Jubiläum. Bei den Vorbereitungen haben sich die Genossen auch mit der Historie ihrer Heimat beschäftigt. Ihnen ist dabei aufgefallen, dass Persebeck erstmalig im Jahr 812 in den Aufzeichnungen der Abtei Werden/Ruhr urkundlich erwähnt wurde. Demnach hätte das 1200-jährige Jubiläum Persebecks bereits 2012 stattfinden müssen.

Nach weiteren Online-Recherchen und Gesprächen mit dem Hombrucher Geschichtsvereins sind die SPD-Politiker zur Erkenntnis gelangt, dass Persebecks erste Erwähnung in den Kirchenbüchern aber erst im Jahre 820 war.

Persebeck ist älter als Dortmund

In der Festschrift zum 100-jährigen Bestehen des SPD-Ortsvereins Persebecks heißt es: „So können wir Persebecker voller Stolz sagen, dass unser Ort einer der ältesten Ortsteile Dortmunds ist, ja er ist sogar einige Jahrzehnte älter als das eigentliche Dortmund.“

Die SPD-Persebeck hat viele Akteure zur Vorbereitung des Jubiläumsfestes eingeladen. Beim ersten Organisationstreffen waren Vertreter der Awo, der Freiwilligen Feuerwehr, der GWG Hombruch-Barop und des Hombrucher Geschichtsverein dabei.

Große Feier ist geplant

Am 20. Juni 2020 soll die Geburtstagsfeier stattfinden. Der Ort steht hingegen noch nicht fest. Diskutiert werden der Platz vor der Feuerwehr, die Feuerwehrhalle, der Bolzplatz, der Westentaschenpark und Räume der Awo.

Fest steht, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene auf ihre Kosten kommen. Für die Kleinen soll es vor allem tagsüber Feierlichkeiten, etwa ein Kinderfest, geben. Am Abend soll es dann etwas geselliger werden.

Es werden prominente Gäste erwartet

Michael Twardon hofft darauf, dass zum 1200-jährigen Jubiläumsfest sein Parteifreund Ullrich Sierau, der Oberbürgermeister von Dortmund, den Startschuss geben wird. Außerdem wird er ihn darum bitten, die Schirmherrschaft für die Veranstaltung zu übernehmen.

Danach gefragt, was Persebeck auszeichnet, sagt Michael Twardon: „Die Lage im Grünen und die hervorragende Anbindung zur Innenstadt. Aber vor allem die Menschen zeichnen Persebeck aus. Sie sind Bodenständigkeit, haben eine raue Schale und einen weichen Kern, so wie die Menschen im Ruhrgebiet nun einmal sind.“ Wenn es in Persebeck weniger Autolärm gäbe, wäre er noch zufriedener, ergänzt er.

Twardon blickt positiv in die Zukunft Persebecks

Über die Zukunft seiner Wahlheimat macht sich Twardon keine Sorgen. „Ich gehe davon aus, dass die ländliche Struktur in den nächsten Jahren erhalten bleibt und setze darauf, dass Persbeck so bleibt, wie es ist.“

Das nächste Organisations-Treffen für die Vorbereitungen des Jubiläumsfestes soll am Mittwoch, 5. 6., ab 19 Uhr in der AWO-Begegnungsstätte stattfinden. Michael Twardon würden sich freuen, wenn viele mitmachen würden. Angesprochen werden bei dem Aufruf nicht nur Vereine, sondern auch Privatpersonen. Wer Interesse hat, kann sich bei Michael Twardon per Mail melden: Waltwa@arcor.de

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