Vor einem Jahr gab es nachts nach einem BVB-Auswärtsspiel einen Überfall auf eine Fangruppe in Dortmund. © dpa
Ermittlungen

Ein Jahr nach Hooligan-Überfall in Dortmund sind 25 Beteiligte angeklagt

Eine Gruppe Schalker Hooligans hat vor einem Jahr einer BVB-Fangruppe aufgelauert und mehrere Personen angegriffen. Die Flucht war spektakulär, so ist der Stand der Ermittlungen.

Mitten in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 2020 gab es in der Dortmunder Innenstadt eine Massenschlägerei wie im Hooligan-Film. Eine Gruppe BVB-Fans war gegen 2.40 Uhr gerade mit dem Bus vom Auswärtsspiel in Bremen zurückgekommen und zu Fuß an der Johannesstraße unterwegs.

Zwischen Thier-Galerie und Klinikum ist ihnen dort aufgelauert worden. Die Polizei sprach am nächsten Tag von 30 bis 40 vermummten Personen, die die Fangruppe attackiert hat.

Zeugen zufolge sollen sie sich entlang der Straße versteckt haben. Eine private Überwachungskamera hat gefilmt, wie ein Angreifer sein Opfer vor eine Haustür drängte und auf die Person einschlug. Mindestens ein Mann ist am Boden liegend mehrmals getreten worden.

Polizist bei Fluchtversuch angefahren

Laut Polizei handelte es sich bei den einheitlich gekleideten Angreifern um Ultras von Schalke 04. Sie sprangen in Transporter und wollten an der Unionstraße teilweise in mehrere Autos umsteigen. Bei einem Fluchtversuch hat ein Autofahrer einen Polizisten mit seinem Wagen erfasst. Der Beamte blieb aber unverletzt.

Ein Jahr nach dem Überfall berichtet Staatsanwalt Henner Kruse nun, dass 25 Personen in verschiedenen Verfahren angeklagt seien, vor allem wegen Landfriedensbruches und Körperverletzung. Urteile habe es bislang aber noch keine gegeben, die Verfahren laufen noch.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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