Ein Meilenstein für den Hochwasserschutz ist fertig: das Regenrückhaltebecken in Kley

mlzKleyer Weg/Borussiastraße

Der Bau des Regenrückhaltebeckens am Kleyer Weg ist abgeschlossen. Es wurde sogar früher fertig als geplant. Die Stadt spricht von einem neuen Meilenstein im Hochwasserschutz.

Kley

, 03.04.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Bau des Regenrückhaltebeckens am Kleyer Weg/Ecke Borussiastraße hat die Verkehrsteilnehmer einige Nerven gekostet. Schuld daran waren Straßensperrungen und Umleitungen im Zuge der Arbeiten, die Anfang 2018 begonnen haben.

Seit Ende des Jahres kann der Verkehr wieder ohne Einschränkungen fließen, im März wurden die letzten Arbeiten auf dem Areal abgeschlossen. Und das sogar deutlich früher als geplant, so Stadtsprecherin Katrin Pinetzki. „Dank guter Planung, straffer Organisation der Bauabwicklung und einer sogenannten Beschleunigungsvergütung in Höhe von rund einem Prozent der Baukosten.“ Das ausführende Unternehmen habe quasi eine Prämie dafür bekommen, dass es schneller gearbeitet hat, als es geplant beziehungsweise vereinbart war.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund fünf Millionen Euro.

Deutlich erhöhter Schutz vor Überflutungen

Das Regenrückhaltebecken soll den Überflutungsschutz im Bereich Borussiastraße und Kleyer Weg deutlich stärken. „Das Becken hat ein Rückhaltevolumen von 14.000 Quadratmetern Niederschlagswasser und ist ein Meilenstein in der Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der Stadt gegenüber Starkregenereignissen“, sagt Dr. Christian Falk, Leiter der Stadtentwässerung.

Der gedrosselte Abfluss von 500 Litern pro Sekunde wird in einer Drosselabflussleitung unter der Autobahn abgeführt und an den Parallelsammler des Feldbaches angebunden.

.

An diese dramatischen Überschwemmungsbilder können sich die meisten Dortmunder noch gut erinnern.

An diese dramatischen Überschwemmungsbilder können sich die meisten Dortmunder noch gut erinnern. © Archiv Stephan Schütze

Hätte das neue Regenrückhaltebecken die Hochwasserkatastrophe 2008 verhindert?

Die entscheidende Frage lautet: Hätte das neue Regenrückhaltebecken die Hochwasserkatastrophe von 2008 verhindern können? Dazu Christian Falk: „Bei dem Starkregenereignis im Sommer 2008 handelte es sich um das drittgrößte seit Beginn aller Aufzeichnungen in Deutschland jemals registrierte Niederschlagsereignis, einem sogenannten Jahrtausendereignis. Für derartige Ereignisse können Abwasseranlagen nicht ausgelegt werden. Insofern hätte das neue Regenrückhaltebecken in Kley zwar Auswirkungen jedweder Starkregenereignisse und auch des besagten Ereignisses gemildert, Überflutungen und Überflutungsschäden wären aber dennoch eingetreten.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt