Ein Stern für Norbert Dickel

BVB-Walk of Fame

DORTMUND Norbert Dickel war sichtlich stolz und überließ nichts dem Zufall. „Macht den Stein richtig fest, damit er nicht geklaut wird“, scherzte der BVB-Stadionsprecher mit den Bauarbeitern. Am Dienstag bekam auch er seinen Stern auf dem BVB-Walk of Fame.

von Von Hermann Beckfeld

, 28.10.2009, 05:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Dienstag gab's den Stern für den Helden von Berlin: Norbert Dickel.

Am Dienstag gab's den Stern für den Helden von Berlin: Norbert Dickel.

Dienstagmittag, Hohe Straße/Ecke Kreuzstraße: Patrick Penzel und Admir Omerovic, Mitarbeiter des Tiefbauunternehmens Möckel und selbst begeisterte Borussen-Fans, betonieren mit einem Spezialkleber Stern Nr. 66 auf unserem BVB-Walk of Fame ein – und Norbert Dickel, der Held von Berlin, stand direkt daneben. „Er war sehr gerührt, als er erfuhr, dass er von uns den Stein auf der schwarz-gelben Pilgerstrecke bekommt“, verriet Lutz E. Dreesbach, BVB-Beauftragter des Hauptsponsors Evonik.

„Wir würdigen damit nicht nur seine tollen Tore im Pokalfinale von 1989. Für uns ist Norbert der verlängerte Arm der tollen Fans, eine absolute Identifikationsfigur.“ Auch ohne Mikro und Signal Iduna Park war der Stadionsprecher bestens drauf. „Wie oft muss ich denn kommen, um meinen Stern zu putzen?“, wollte er von den beiden Männern wissen. Und: „Ich bin so stolz, dass ich jeden Tag mindestens einmal hier stehe und meinen Stein bewundere.“ Andrea Schulte-Ladbeck, Mitarbeiterin des Maklerbüros Engel & Völkers“, vor dessen Eingang der Stein liegt, kam ihm gerade recht. „Können wir nicht an Ihrer Fassade einen Scheinwerfer anbringen, damit alle den Stein auch nachts sehen?“, fragte er die BVB-Anhängerin. Sie hatte den 4:1-Pokalsieg gegen Bremen am Fernseher bejubelt und fiebert bis heute mit ihrem Verein mit. „Der BVB-Walk of Fame ist eine tolle Idee. Ein super Geschenk für den Klub, die Fans und die ganze Stadt.“ Erst als die beiden Bauarbeiter seinen Stern in Beton gegossen hatten, machte sich der einstige Torjäger auf den Weg zum Büro.

„Jetzt muss ich unbedingt meinem Freund Aki Schmidt erzählen, dass mein Stein schon im Boden liegt und seiner noch nicht. Da wird der Aki ganz neidisch werden.“ 

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