Einbrecher zerstören Schaufenster mit Pflastersteinen

Spielzeugladen an der Sölder Straße

Gleich zweimal schepperte es an der Sölder Straße gewaltig. Dicke Steine schlugen in die Schaufensterscheibe des Spielzeuglädchens. Einmal ließen die Täter sogar etwas mitgehen. Doch die Polizei hat eine Spur.

SÖLDE

, 16.11.2017, 17:27 Uhr / Lesedauer: 3 min
Brigitta Wieting zeigt zwei der Steine, die unbekannte Täter gleich an zwei Nächten in der vergangenen Woche in die Schaufensterscheiben des Spielzeuglädchens an der Sölder Straße warfen.

Brigitta Wieting zeigt zwei der Steine, die unbekannte Täter gleich an zwei Nächten in der vergangenen Woche in die Schaufensterscheiben des Spielzeuglädchens an der Sölder Straße warfen. © Foto: Jörg Bauerfeld

Wo die Täter die Steine mitgenommen haben, um in der letzten Woche die Schaufensterscheiben des Spielzeuglädchens an der Sölder Straße 109 zu zerdeppern, das konnte auch die Polizei noch nicht mit abschließender Sicherheit sagen. Sicher ist jedoch, dass die Täter (so die Angabe der Polizei) eine Menge zu schleppen hatten. Denn die Brocken, die das dicke Sicherheitsglas durchschlugen, haben schon ein ordentliches Gewicht.

Aber was war genau passiert?


Das erste Mal krachte es in der Nacht zu Donnerstag (8. 11.). „Die müssen mehrmals angesetzt haben. Anders bekommt man so eine Scheibe doch gar nicht kaputt“, sagt Brigitta Wieting. Die betreibt seit einigen Jahren das An- und Verkauflädchen. „Und passiert ist bisher noch nichts“. Bis auf letzte Woche. Da flogen eben Steine.

Wieting vermutet eine gezielte Aktion, denn im zerbrochenen Schaufenster standen Eisenbahnen und Zubehör in einem nicht gerade geringen Wert. „Wie hoch der Schaden ganz genau ist, kann ich noch gar nicht sagen“, sagt Wieting. Die wundert sich, dass niemand etwas mitbekommen hat – gut, es muss mitten in der Nacht gewesen sein, aber die Sölder Straße ist immerhin eine viel befahrene Route. Brigitta Wieting und ihre Mitarbeiter hatten den ersten Schock gerade verdaut und die große Scheibe notdürftig flicken lassen, da flogen schon die nächste Gesteinsbrocken – in das zweite Schaufenster.

Diesmal nur Glasbruch

Diesmal war es die Nacht zu Freitag (10.11.) und es blieb „nur“ beim Glasbruch. „Die müssen gestört worden sein“, so die Geschäftsfrau. Nur, wer kommt auf die Idee, mit dicken Steinen Schaufensterscheiben einzuwerfen? „Ich habe keine Ahnung“, sagt Brigitta Wieting und zuckt mit den Schultern.

Die ist zwar gut versichert und bekommt auch bald neue Schaufensterscheiben, doch jetzt hat sie erst einmal ein Drahtgestell hinter die reparierten Fenster setzen lassen – das wird wohl auch bleiben. Wichtig ist ihr, dass die Leute wissen, dass der Laden trotz etwas lädierter Optik geöffnet hat – und, dass man die Täter schnell fasst.

Polizei hat Fingerabdrücke gefunden

Und hier scheinen die Chancen vielleicht gar nicht so schlecht zu stehen. Denn die Polizei hat eine Spur – die Täter haben Fingerabdrücke auf der Glasscheibe hinterlassen. „Da haben wir offensichtlich brauchbare Tatortfingerspuren“, sagt Jürgen Lepke, Wachleiter der Aplerbecker Polizeiwache auf Nachfrage unserer Redaktion.

Diese Spuren seien schon zur kriminaltechnischen Untersuchung. Abgewartet werden müsse jetzt das Auswertungsergebnis. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum immer wieder von Tätern gesprochen wird. „Die beiden Tathandlungen sind auf jeden Fall in der Bearbeitung zusammengeführt worden“, sagt Lepke. Es spräche einiges dafür, dass aufgrund des Tathergangs dieselben Täter am Werke waren, vielleicht auf einem Motorroller, obwohl das noch alles Spekulation seien.

Es sei aber so gewesenen, dass den Polizeibeamten, die auf dem Weg zum zweiten Einbruchsversuch waren, auf der Sölder Straße ein Motorroller mit zwei Personen entgegengekommen sei, der ohne Licht fuhr und beim Anblick des Polizeiautos „richtig Gas geben hat“, sagt Lepke. Eine sofortige Verfolgung seitens der Polizei blieb ohne Erfolg. „Zwei Personen mit Roller sind auch in Tatortnähe gesehen worden“, sagt Lepke. Aber ob diese auch in Verbindung mit dem Einbruch stünden, wisse man nicht. Aber da sind ja noch die Fingerabdrücke...

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