Eine Idee mit Symbolkraft

Politik diskutiert über Überlegungen, Museum am Ostwall in Synagoge zu verwandeln

17.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Eine Idee mit Symbolkraft

<p>Wird das Gebäude des Museums am Ostwall nach dem Umzug der Kunstsammlung ins ?U? zu einer Synagoge? Diese Idee wird derzeit diskutiert. RN-Archivfoto Menne</p>

Von 1900 bis 1938 stand die große Synagoge (kl. Foto) am Wall ? bis sie auf Beschluss des NS-beherrschten Stadtrats abgerissen wurde. Doch vielleicht kehrt die jüdische Gemeinde bald in die City zurück ? an den Ostwall. Es wäre von einer gewissen Symbolkraft, wenn das Museum am Ostwall zur neuen Synagoge würde, stellt Kulturdezernent Jörg Stüdemann fest. Doch nicht nur die historische Dimension ist interessant. Für die jüdische Gemeinde gibt es auch ganz praktische Gründe, an eine neue Synagoge zu denken. Denn das alte Gotteshaus an der Prinz-Friedrich-Karl-Straße ist für 200 Gläubige konzipiert. Mittlerweile ist die Gemeinde dank vieler Zuwanderer aus Osteuropa aber auf fast 4000 Mitglieder angewachsen, so Geschäftsführer Wolfgang Polak. Seine zunächst in einem Gespräch mit Stüdemann vorgetragene Idee, das Gebäude am Ostwall nach dem geplanten Umzug der Museums-Sammlung in den ?U?-Turm in eine Synagoge zu verwandeln, bekam so schnell Rückenwind. In einem Brief an Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer hat Polak das Interesse inzwischen auch schriftlich bekundet. Langemeyer informierte den Ältestenrat und brachte das Thema damit auch in die politische Diskussion. Wo Stüdemann inzwischen eine positive Resonanz ausgemacht hat. CDU-Fraktionschef Frank Hengstenberg gibt sich indes noch zurückhaltend ? schließlich halten die Christdemokraten noch immer am Erhalt oder sogar eine Erweiterung des Ostwall-Museums fest. ?Aus unserer Sicht steht das Gebäude deshalb erst einmal gar nicht zum Verkauf?, erklärt Hengstenberg. Gleichwohl lehnt er die Idee nicht grundsätzlich ab. Er werden in Kürze ein Gespräch mit Vertreter der jüdischen Kultusgemeinde führen, kündigte er an. ?Man kann über alles reden.? Immerhin hat über die CDU auch schon NRW-Kulturstaatssekretär Heinrich Große-Brockhoff von der Synagogen-Idee gehört. Er bastelt gemeinsam mit der Stadt wie berichtet zur Zeit an den Plänen für die Nutzung des ?U?-Turms. Oli

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