Eine Straße für Frauen

24.09.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

3900 Straßennamen gibt es in Dortmund. Mehr als 1000 sind nach Männern benannt, nur etwa 120 nach Frauen. Dafür, dass es mehr werden, setzt sich u.a. das Frauenbüro seit Jahren ein. Gestern gab es einen weiteren Teilerfolg: Der Westteil der Schwanenstraße innerhalb des Wallrings wurde in Beginenhof unbenannt und erinnert damit an ein starkes Stück Frauengeschichte der Stadt.

Die Beginen waren im Mittelalter eine religiöse Frauengemeinschaft, die wie ein Orden, aber ohne strenges Regelwerk, zusammenlebten. Einer der bedeutendsten Beginenhöfe lag in unmittelbarer Nachbarschaft des damaligen Franziskaner-Klosters am Nordostrand von Alt-Dortmund - zwischen Schwanenwall und Brüderweg. Bislang wies schon eine Gedenktafel am Reinoldinum an der Ecke Klosterstraße/Schwanenstraße auf den Sitz des früheren Beginenhofes hin.

Zeitgleich hat das Frauenbüro der Stadt die erstmals vor sechs Jahren herausgegebene Broschüre über Dortmunder Frauenstraßennamen unter dem Titel "Durch Raum und Zeit" neu aufgelegt. Sie bietet neben einer Übersicht und Analyse der vorhandenen "Frauenstraßen" auch Vorschläge für eventuelle Neubenennungen mit 45 Namen bedeutender Dortmunder Frauen und 100 Frauen weltweit.

Die Broschüre ist über das Frauenbüro im Rathaus erhältlich und auch im Internet abrufbar unter

www.dortmund.de/frauenbuero

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