Einige Dortmunder Straßen werden autofrei - für einen Nachmittag

Pop-Up-Spielstraßen

Eine Reihe von Dortmunder Straßen wird an mehreren Sonntagen im August und September autofrei. Allerdings nur für kurze Zeit. Grund dafür ist eine Reihe ungewöhnlicher Demonstrationen.

Dortmund

, 21.08.2020, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Kleine Beurhausstraße im Klinikviertel ist eine der Straßen, die in den kommenden Wochen zu einer Kurzzeit-Spielstraße wird.

Die Kleine Beurhausstraße im Klinikviertel ist eine der Straßen, die in den kommenden Wochen zu einer Kurzzeit-Spielstraße wird. © Thomas Thiel (Archivbild)

Eine Spielstraße für einen Nachmittag, um Kindern wieder zu zeigen, wie es ist ohne störenden Autoverkehr zu spielen: Das ist das Ziel von mehreren Aktionen der Grünen in Dortmund ab dem 23. August (Sonntag).

Autos dürfen auf den ausgewählten Straßen in der Dortmunder Innenstadt dann für einige Stunden nicht fahren – ausgenommen Rettungs- und Krankenfahrzeuge. Die Straßen gehören stattdessen den Kindern und Erwachsenen, die dort wohnen.

Die Aktionen sind als Demonstration angemeldet. Es gelten laut Veranstalter die Corona-Schutzregeln wie auf öffentlichen Spielplätzen.

Aktionen im Kreuzviertel, in der Nordstadt und im Saarlandstraßenviertel

Die erste „Pop-Up-Spielstraße“ entsteht am 23. August (Sonntag) zwischen 14 und 17 Uhr an der Braunschweiger Straße 1-19 in der Dortmunder Nordstadt.

Eine Woche später, am 30. August, haben die Organisatoren eine noch zentralere Straße für ihren Zweck ausgewählt. Dann soll die Kleine Beurhausstraße zwischen Möllerbrücke und Klinikviertel bespielt statt befahren werden.

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Der Abschluss der Demo-Reihe ist für den 6. September (Sonntag) geplant, wenn es eine „Pop-Up-Spielstraße“ an der Landgrafenstraße 127-135 gibt.

Die Idee hat bereits Unterstützer unter Studierenden und Dortmunder Bürgern gefunden. Am 29.8. (Samstag) ist eine Spielstraße auf Zeit an der Richardstraße nahe des Westparks geplant.

Am 30. August wird die Barmer Straße im Dortmunder Unionviertel zwischen 14:00 und 17:00 Uhr für den Autoverkehr gesperrt. Vier Master-Studierende der Fakultät Raumplanung an der TU Dortmund wollen sich der Frage widmen: Wie können wir den Straßenraum nutzen, wenn wir ihn von all den fahrenden und parkenden Autos befreien? „Durch die temporäre Sperrung einer Straße wird der Nachbarschaft die Möglichkeit gegeben, die Straße für einen begrenzten Zeitraum nach eigenen Vorstellungen zu nutzen“, heißt es in einer Ankündigung.

Bei der Aktion handelt es sich um eine angemeldete Versammlung, bei der die aktuellen Corona-Regeln gelten.

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