Einladung vom Bundespräsidenten: Darum reist diese Dortmunder Bürgerinitiative nach Berlin

mlzMartener Forum

Für zwei Vertreter einer Dortmunder Bürgerinitiative geht es am Freitag nach Berlin. Sie folgen einer Einladung des Bundespräsidenten - und der kommt vielleicht sogar zum Gegenbesuch.

Marten

, 26.08.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor eineinhalb Jahren war Monika Rößler bei einer Veranstaltung in Arnsberg - mit dem Ministerpräsidenten des Landes NRW, Armin Laschet, und dem Bundespräsidenten, Frank-Walter Steinmeier. „Ich habe dem Bundespräsidenten damals ein Schreiben überreicht“, erzählt sie.

Der Inhalt: Informationen über den Ortsteil Marten - auch über die Konzertreihe „Marten liebt Vielfalt“, eine Aktion, mit der sich das Martener Forum aktiv gegen Rechts einsetzt. „Und wir haben ihn auch hierher, in unseren Ortsteil eingeladen.“ Doch der Bundespräsident sprach lieber eine Gegeneinladung aus. „Wir dürfen in diesem Jahr zum Bürgerfest im Park vom Schloss Bellvue“, sagt Monika Rößler vom Martener Forum.

Gibt es ein Gespräch mit dem Bundespräsidenten?

Und in Berlin möchte Monika Rößler gemeinsam mit Christian Hoefener-Wolf am Freitag (30.8.) stellvertretend für alle Martener das Martener Forum in den Fokus rücken. „Wie genau es vor Ort abläuft, wissen wir noch nicht“, sagt Monika Rößler. „Aber wir hoffen, dass wir uns mit anderen Ehrenämtlern austauschen können und auch mit dem Bundespräsidenten ins Gespräch kommen.“

Der Einladung von Frank-Walter Steinmeier werden verschiedene ehrenamtliche Organisationen und Initiativen folgen - insgesamt sollen es rund 4000 Gäste sein. Ausreichend Gelegenheit zum Austausch wird es da sicherlich geben, aber ob der Bundespräsident Zeit hat, mit jedem zu sprechen? „Falls es nicht klappt, haben wir wieder ein Schreiben vorbereitet - das hat ja schon einmal geholfen“, sagt Monika Rößler.

Martens Vielfalt soll in Berlin punkten

Punkten möchte das Martener Forum wiederum mit dem Thema Vielfalt. „Schließlich ist Marten durch den Bergbau groß geworden, der Menschen verschiedenster Herkunft hierher gebracht hat“, erklärt Christian Hoefener-Wolf. Und das Martener Forum begreife das als große Chance für die Gesellschaft. „Hier arbeiten alle zusammen - egal, welche Religion oder Herkunft sie haben“, sagt Hoefener-Wolf.

Ganz problemlos ist die Lage in Marten allerdings nicht, die Zusammenarbeit innerhalb des Martener Forums eine Gegenbewegung zur sozialen Spaltung. „Allein durch seine Einladung hat der Bundespräsident diese Zusammenarbeit wertgeschätzt“, sagt Monika Rößler und hofft: „Vielleicht lockt die Ausstrahlung dieser Einladung wieder mehr Menschen hierher.“

Der Bundespräsident soll Marten besuchen

Auch den Bundespräsidenten? „Das wäre natürlich toll, wenn er doch einmal hierher kämer“, sagt Christian Hoefener-Wolf. Denn die ehrenamtliche Arbeit verbessere zwar einiges im Ortsteil, aber Unterstützung, insbesondere finanzieller Art, sei nötig. „Und die muss auch durch die Politik kommen“, sagt Monika Rößler.

Am Freitagmorgen geht es für die beiden Vertreter des Martener Forums los, Samstag kehren sie zurück. „Und das hoffentlich mit vielen neuen Ideen im Gepäck“, sagt Monika Rößler.

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