Einzelhandel litt unter Demo

DORTMUND Eine Stadt im Belagerungszustand. Dieser Eindruck dürfte manchen beschlichen haben, der sich am Samstag in die City wagte. Bewaffnete Polizisten, Polizeiwagen und Absperrungen überall wegen der linken und rechten Demos.

von Von Bettina Kiwitt

, 03.09.2007, 18:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Vorfeld habe sie mit der Polizei telefoniert und "was wir besprochen haben, hätte kaum Einschränkungen gebracht", so Block. Doch nachdem mehr Demonstranten als erwartet in die Stadt geströmt seien, habe sich die Situation offenbar verändert. "Wir müssen eine Nachlese betreiben, was besser hätte laufen können." Die Sicherheit sei sicherlich gewährleistet gewesen, aber nicht die Erreichbarkeit der City. Die Galeria Kaufhof habe am Samstag von allen bundesweiten Galerias in Sachen Umsatz die "rote Laterne" gehabt.

Im Vorfeld habe sie mit der Polizei telefoniert und "was wir besprochen haben, hätte kaum Einschränkungen gebracht", so Block. Doch nachdem mehr Demonstranten als erwartet in die Stadt geströmt seien, habe sich die Situation offenbar verändert. "Wir müssen eine Nachlese betreiben, was besser hätte laufen können." Die Sicherheit sei sicherlich gewährleistet gewesen, aber nicht die Erreichbarkeit der City. Die Galeria Kaufhof habe am Samstag von allen bundesweiten Galerias in Sachen Umsatz die "rote Laterne" gehabt.

"Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen", resümiert Karstadt-Geschäftsführer Peter Erb. Nichtsdestotrotz habe er das Gefühl, "dass Dortmund immer 'Hier!' schreit, wenn es um Demos geht". Und er fragt: "Muss man denn jede Demo genehmigen?" Ein Lob hat Erb dennoch für die Polizei. "Die hatte die öffentliche Ordnung am Samstag gut im Griff."

Vor dem Hintergrund der Erfahrungen vom Wochenende sehen sowohl Monika Block wie auch Peter Erb der Loveparade im nächsten Jahr alles andere als begeistert entgegen. "Die sehe ich absolut negativ", so Erb. Um die erwarteten Umsatzverluste aufzufangen, müsse man zum Beispiel über einen zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntag nachdenken.

Ein Gedanke, der auch Monika Block schon gekommen ist, allerdings noch radikaler. "Am Loveparade-Samstag wollen die Leute feiern und nicht einkaufen. Darum sollten wir am Samstag schließen und dafür am folgenden Sonntag öffnen", so ihr Vorschlag. Den will sie zur Diskussion stellen.

 

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