Eltern sind enttäuscht über die Reaktion des Jugendamts

Spielplatz am Aussigring

. Eltern aus Hombruch sind enttäuscht, weil das Jugendamt ihre Pläne für den Spielplatz am Aussigring nicht ernst nimmt. Dabei sollten die Eltern mitreden, dass hatte die Bezirksvertretung an die Vergabe von 30.000 Euro für einen neuene Spieplatz geknüpft. Die Eltern setzten sich hin und planten - und seien dann bei einer Begegung „abgebügelt“ worden.

HOMBRUCH

von Falko Bastos

, 07.09.2017, 16:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eltern sind enttäuscht über die Reaktion des Jugendamts

Die Bezirksvertretung Hombruch hatte im November 2016 rund 30000 Euro bewilligt, um den dortigen Spielplatz zu sanieren. Die Eltern sollten dabei in die Planungen einbezogen werden.

Euphorisch machte sich die Elterngruppe um Kukla an die Arbeit. Sie trafen sich und diskutierten, sammelten Vorschläge, schmiedeten Pläne, fertigten Zeichnungen an.

Unter anderem eine Nestschaukel und ein Kletterturm sollten her. Beim Rundgang mit Bezirksbürgermeister Hans Semmler und Vertreterinnen des Jugendamtes kehrte dann schnell Ernüchterung ein. „Ein Vorschlag nach dem anderen wurde von den Damen abgebügelt“, sagt Kukla. Die Begründung: Andere Spielplätze seien in schlechterem Zustand.

„Irgendwie haben wir uns unter einer Neugestaltung etwas anderes vorgestellt“, sagt Kukla.

Letztlich seien es nicht viel mehr als kosmetische Änderungen, die das Jugendamt vorsehe. Hier ein bisschen Sand aufschütten, dort eine neue Bank. Semmler versteht die Aufregung nicht. „Wir haben nie gesagt, dass wir alles neu machen. Dafür reichen 30000 Euro auch nicht.“ Dafür müsse man das Fünffache in die Hand nehmen, so Semmler.

„Es muss ja auch nicht alles ausgetauscht werden“, sagt Kukla. „Wir wünschen uns nur Spielmöglichkeiten für jüngere und ältere Kinder.“ Für die jüngeren habe man eine Babyschaukel vorgeschlagen. Daraufhin habe die Frau vom Jugendamt entgegnet, der Spielplatz sei für Kinder unter drei Jahren nicht geeignet. Abgelehnt.

Wunsch nach Klettergerüst wird nicht erfüllt

Für die größeren Kinder wünschte sich die Elterngruppe ein Klettergerüst. Ein Austausch von Geräten sei nicht vorgesehen, so die Antwort. „Im Stadtbezirk gibt es andere Spielplätze mit älterer Ausstattung und dringenderem Erneuerungsbedarf“, erklärt Stadtsprecherin Katrin Pinetzki. Im gesamten Stadtbezirk Hombruch gibt es 25 Spielplätze.

Viele Spielgeräte seien im Jahr 2011 aufgestellt worden.„Auf keinen Fall“, widersprechen Rebekka Barkholt und Natascha Kettler aus der Elterngruppe. Beide sind sich einig, dass die Geräte mindestens seit 2009 dort stehen. Candy Kukla kann verstehen, dass andere Spielplätze dringenderen Nachholbedarf haben. Was sie nicht versteht: „Wieso soll dann hier das Geld fließen und vor allem wofür?“.

Die Mittel seien zweckgebunden für den Spielplatz vergeben worden, bestätigt Pinetzki. Damit können sie nur für den Spielplatz ausgegeben werden. Doch wofür? Zuerst werde die Bepflanzung zurückgeschnitten und der Rutschenhügel hergerichtet, so Pinetzki. Mitarbeiter des Jugendamtes prüfen die Geräte auf ihren Zustand. Je nach Ergebnis der Prüfung, können diese dann überarbeitet werden. Sollten Geräte komplett erneuert werden müssen, werden neue angeschafft. „An dieser Entscheidung werden Eltern und Kinder beteiligt“, sagt Pinetzki.

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