Emscher bietet ein Zuhause für eine verborgene Schönheit mit neun Stacheln

Emscher-Renaturierung

Er hat neun Stacheln und sieht eher unscheinbar aus. Für die Natur in Dortmund wäre er ein Gewinn. Sein Zuhause könnte demnächst auch die renaturierte Emscher sein.

Deusen

, 24.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Emscher bietet ein Zuhause für eine verborgene Schönheit mit neun Stacheln

Immer mehr Leben kehrt in die Emscher zurück. So erwartet die Emschergenossenschaft, dass auch der Neunstachelige Stichling bald wieder in dem Fluss heimisch werden wird. © Emschergenossenschaft

Der „Dreistachelige Stichling“ war 2018 Fisch des Jahres. Die Emschergenossenschaft hat noch eins drauf gesetzt und zum „Tag des Fisches“ (22. August) den „Neunstacheligen Stichling“ vorgestellt. Dieser Fisch kann auch in Flüssen und Bächen leben, die einen niedrigen Wasserstand und wenig Strömung haben, dazu lieben sie einen reichen Besatz mit Wasserpflanzen. Der Neunstachelige Stichling wird fünf bis sieben Zentimeter lang. Auch in schlammigen Gewässern oder in Brackwasser können die erwachsenen Tiere leben. Ihre Stacheln sind einklappbar, sie können aber auch mithilfe eines Sperrgelenks fixiert werden und dann als Waffe eingesetzt werden.

Vermehrt kehren Fische zurück in die Emscher

Die Emscherrenaturierung hat dazu geführt, dass sich viele Fische wieder angesiedelt haben, die in der „Köttelbecke“ Emscher nicht leben konnten, darunter Bachforelle und Emscher-Groppe. Und der neunstachelige Stichling? Der war vielleicht schon immer da und wurde nur jetzt wiederentdeckt: „Der Fisch ist ja recht unempfindlich in Bezug auf die Wasserqualität“, sagt Ilias Abawi, Sprecher der Emschergenossenschaft. „Es kann also sein, dass er die ganze Zeit irgendwo überlebt hat und sich jetzt in den renaturierten Bereichen wieder ausbreitet.“

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