Entscheidung zu umstrittenem Zebrastreifen im Hombrucher Stadtteil-Zentrum naht

mlzVerkehr in Hombruch

Der Zebrastreifen an der Harkortstraße ist umstritten. Einige finden ihn gefährlich für Fußgänger und haben sich für eine Verlegung eingesetzt. Nun liegt die Einschätzung der Polizei vor.

Hombruch

, 04.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Man muss genau hingucken, um an dieser Kreuzung alles im Blick zu haben: Es gibt mehrere Bushaltestellen, eine Rechts-vor-Links-Regelung, eine Einbahnstraße und drei Zebrastreifen. Und einer davon ist besonders umstritten.

Nicht wenige Hombrucher meinen, der Fußgängerübergang – so heißt es offiziell – an der Ecke Harkortstraße/Gablonzstraße sei gefährlich. Denn seit dem Umbau der Harkortstraße ist der Zebrastreifen direkt an der Fahrbahnkante. Gebaut nach gültigen Normen.

Vor dem Umbau war zwischen Einmündung und Zebrastreifen noch gut eine Autolänge Platz. Dieser Platz ist nicht mehr da.

Die eine Hälfte will eine Verlegung, die andere nicht

Der Status Quo ist umstritten. In einer Online-Umfrage dieser Redaktion aus dem Sommer haben sich von mehr als 200 Teilnehmern 52 Prozent dafür ausgesprochen, alles beim Alten zu belassen. Die anderen 48 Prozent plädierten für eine Verlegung an die alte Position.

Nun hat sich die Stadt Dortmund geäußert. Nach der Forderung einer Einwohnerin aus dem März 2019 fand wenige Wochen später ein Termin vor Ort mit Politik, Verwaltung und Polizei statt. Die Hombrucherin hatte die Situation als gefährlich für Fußgänger bezeichnet.

Die Verwaltung der Stadt Dortmund hat geprüft, ob der Zebrastreifen an der Kreuzung Harkortstraße/Gablonzstraße versetzt werden kann.

Die Verwaltung der Stadt Dortmund hat geprüft, ob der Zebrastreifen an der Kreuzung Harkortstraße/Gablonzstraße versetzt werden kann. © Michael Nickel (A)

Herausgearbeitet wurden zwei Alternativen, über die die Lokalpolitik entscheiden sollte: Entweder solle alles bleiben wie es ist oder die Verwaltung solle prüfen, ob es sinnvoll sei, den Zebrastreifen wieder zurück zu verlegen.

Die Mitglieder der Bezirksvertretung sprachen sich für die zweite Alternative aus. Die Prüfung ist mittlerweile abgeschlossen.

Die Polizei hat eine klare Einschätzung

„Eine polizeiliche Recherche zum Unfallgeschehen im Zeitraum von 2017 bis 2019 ergab, dass sich insgesamt drei Unfälle unter Beteiligung eines Fußgängers außerhalb des fraglichen Fußgängerübergangs ergeben haben“, heißt es in der von Baudezernent Arnulf Rybicki unterschriebenen Mitteilung: „Der gesamte Kreuzungsbereich wird aus verkehrspolizeilicher Sicht als unauffällig bewertet.“

Die Sicherheit wäre also kein Kriterium für Veränderung. Und die Kosten?

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Rybicki jedenfalls bezeichnet den derzeitigen baulichen Zustand als „qualitativ hochwertig“. Sollte der Zebrastreifen – wie gewünscht – ein paar Meter weiter in Richtung Norden versetzt werden, sorge das für „aufwändige bauliche Veränderungen“. Kostenpunkt: Rund 160.000 Euro.

Ein Umbau zöge ein Aufreißen des Bürgersteiges, eine Verlegung der Beleuchtung und der am Boden angebrachten Querungshilfen für Sehbehinderte nach sich.

Daher, so Rybicki, empfehle das Tiefbauamt, auf die Verlegung zu verzichten: „Ob sich durch einen Umbau eine nochmals erhöhte Verbesserung der Sicherheit ergäbe, bleibt Spekulation.“

Nächste Sitzung

Bezirksvertretung tagt am Dienstag

  • Der Zebrastreifen wird Thema während der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung Hombruch am Dienstag (10.3.) sein.
  • Beginn der öffentlichen Sitzung in der Bezirksverwaltungsstelle, Domänenstraße 1, ist um 14.30 Uhr.
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