Er hätte gar nicht fahren dürfen: Lkw-Fahrer liefert sich Verfolgungsjagd nach Unfall

Fahrerflucht

Ein Lkw-Fahrer baute am Donnerstag einen Unfall - und fuhr ohne Reaktion weiter. Erst als der betroffene Autofahrer ihn ausbremste, hielt der Mann an. Die Polizei staunte über seinen Zustand.

von Patricia Friedek

Dortmund

, 27.09.2019, 14:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Er hätte gar nicht fahren dürfen: Lkw-Fahrer liefert sich Verfolgungsjagd nach Unfall

Ein Lkw-Fahrer hat einen Unfall verursacht und ist daraufhin geflüchtet. (Symbol) © picture alliance / Stefan Puchne

Ein 36-jähriger Lkw-Fahrer aus Rumänien ist am späten Donnerstagabend (26.9.) auf der Straße Im Spähenfelde einem Autofahrer in die Seite gefahren und dann geflüchtet. Wie die Polizei mitteilt, fuhren beide gegen 23.45 Uhr nebeneinander, als der Lkw das Auto schnitt und an der Seite traf.

Der Fahrer des Lkw fuhr jedoch unbeirrt weiter. Der Autofahrer verfolgte den Lkw bis zur Kreuzung an der Hamburger Straße. Hier stieg der Dortmunder an einer roten Ampel aus und klopfte an die Scheibe des Führerhauses. Die Reaktion des Mannes am Steuer sei bestenfalls gleichgültig gewesen, so die Polizei. Bei Grün fuhr der Lkw wieder an.

Lkw-Fahrer konnte kaum noch stehen

Der Autofahrer sprang daraufhin wieder in seinen Wagen und konnte sich schließlich vor den Lkw stellen, sodass dieser in Höhe der Thomas-Goretzky-Straße anhielt. Sprechen wollte der Fahrer jedoch immer noch nicht.

Auch nicht mit den Polizisten, die herbeigeeilt waren. Die Beamten schöpften dennoch Verdacht, da der Lkw-Fahrer stark nach Alkohol roch. Ein anschließender Vortest brachte die Bestätigung: Der Mann war absolut fahruntüchtig. Selbst das Stehen auf den eigenen Beinen fiel ihm laut Polizei schwer.

Auf der Polizeiwache wurde die Entnahme einer Blutprobe angeordnet. Den Führerschein stellten die Polizisten sicher, ebenso wie den Lkw der rumänischen Spedition.

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