Erneute Eskalation: Schiedsrichter angegriffen

Dortmunder Amateurfußball

Erneut sind in der Dortmunder Fußball-Kreisliga die Fäuste geflogen. Nach den Eskalationen am vergangenen Wochenende wurde ein Schiedsrichter am Sonntag nach dem Abbruch einer Kreisliga-A-Partie in der Schiedsrichterkabine ins Gesicht geschlagen.

DORTMUND

16.10.2011, 19:27 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bereits während des Spiels, so sagte der Unparteiische im Gespräch mit unserer Zeitung, sei er von einigen TuS-Spielern mehrfach als „Nazi“ und „Hitler“ beschimpft und später bespuckt worden. Die Gemüter hatten sich offenbar an drei Platzverweisen gegen den TuS Hannibal erhitzt. Nach unterschiedlicher Darstellung der Betroffenen wurden diese für Beleidigung und Foulspiel gezückt. Bereits vor dem endgültigen Spielabbruch hatte Lauf die Partie für mehrere Minuten unterbrochen, weil, so sagte Scharnhorsts Trainer Markus Schmidt, der Schiedsrichter von Spielern des Gegners tätlich angegangen wurde. Auf Drängen von TuS-Betreuern wurde das Spiel fortgesetzt.

Ein Betreuer von Hannibal, der namentlich nicht genannt werden will, schildert die Situation aus seiner Sicht. Der Schiedsrichter habe seine Befugnisse ausgenutzt und den TuS mit seinen Pfiffen deutlich benachteiligt. „Daraufhin sind bei uns die Sicherungen durchgebrannt.“ Auf dem Weg in die Kabine soll es dann zu einem Wortgefecht zwischen Lauf und zwei Hannibal-Betreuern gekommen sein. Dabei soll der Schiedsrichter die TuS-Verantwortlichen zunächst mit rassistischen Parolen beleidigt und später geschubst haben. Der Kreisvorsitzende Jürgen Grondziewski zeigte sich bestürzt über die neuerliche Gewalteskalation. „In was für einer Welt sind wir eigentlich gelandet?“, sagte er auf Anfrage. 

Lesen Sie jetzt