Erster deutscher Kirchentag "Mensch und Tier"

05.10.2009, 16:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dortmund wird Gastgeber für einen besonderen und in der Geschichte der Republik einmaligen überkonfessionellen Kirchentag. "Mensch und Tier" sind vom 27. bis 29. August 2010 eingeladen, sich und anderen zu zeigen, wie liebens- und lebenswert Zwei- und Vierbeiner miteinander umgehen können.

Im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres ist dieser Kirchentag ein kultureller Beitrag von Kirchen und mehr als 30 Initiativen und Organisationen, die sich für den Tierschutz und Tierrechte einsetzen.

Am Big Tipi

Dabei streben die Veranstalter von "Aktion Kirche und Tiere" (AKUT) eine gemeinsame Erklärung von Menschen aus verschiedenen Religionen und Kulturen gegen jede Form der Massentierhaltung an. Wie beim großen Kirchentag wird es zentrale und dezentrale Veranstaltungen geben, schwerpunktmäßig am Big Tipi im Fredenbaumpark.

"Dortmund ist eine guter Schnittpunkt für Mensch und Tier", ist sich Peer Fiesel, Präsident des Landestierschutzverbandes NRW, sicher.

Sechs Foren

Für die sechs Foren mit verschiedenen Themenschwerpunkten haben unter anderem Eugen Drewermann, Klaus-Peter Jörns oder der Journalist Franz Alt zugesagt. Streitbar wird unter Religionsvertretern vor allem das Thema "Schächten" diskutiert werden. Aber auch Alt-OB Günter Samtlebe, seit 40 Jahren Mitglied beim Dortmunder Tierschutzverein, freut sich darauf, mit aktuellen Regierungsvertretern über Massentierhaltung zu streiten, so die Veranstalter.

"Hier geht es um mehr als Haustiere. Es geht um die ganze Schöpfung. Die Kirche ist dafür mitverantwortlich", erklärt Pfarrer Ulrich Seidel aus Leipzig, der am gestrigen Welttierschutztag bereits einen Gottesdienst im Big Tipi mit Mensch und Tier gestaltet hat. Hundegebell natürlich inklusive. nic

Infos für Interessierte und Sponsoren unter Tel. 8193 02 und

www.kirchentagmenschundtier.de

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