Polizei-Statistik

Erstmals seit 6 Jahren wieder mehr Straftaten in Dortmund angezeigt

Der positive Trend der Dortmunder Kriminalstatistik ist im ersten „Corona-Jahr“ 2020 gestoppt geworden. Die Polizei gibt dabei offen zu, dass man sich auch nicht alle Aspekte erklären kann.
Im Polizeipräsidium Dortmund ist am Montag (8.3.) die aktuelle Jahresstatistik vorgestellt worden. © Kevin Kindel

Nach sechs Jahren des dauerhaften Rückgangs ist die Gesamtzahl der erfassten Straftaten in Dortmund im vergangenen Jahr erstmals wieder ganz leicht angestiegen. 61.769 Taten hat die Polizei verzeichnet – das sind 42 mehr als im Vorjahr.

Weil die Stadt gewachsen ist, ist die Zahl der Straftaten pro Einwohner aber leicht gesunken – genau wie die Aufklärungsquote. In 57,0 Prozent der angezeigten Taten sind Verdächtige ermittelt worden. Im Vorjahr lag die Quote bei 58,2 Prozent. Mehr als jede dritte Tat war ein Diebstahl – 21 Prozent von ihnen wurden aufgeklärt.

Polizeipräsident Gregor Lange betont: „Es ist kein normales Jahr, auf das wir blicken.“ Auch die Polizei könne manche veränderte Zahlen nicht exakt begründen.

Relativ überraschend ist zum Beispiel, dass die Zahl der Taschendiebstähle erstmals seit 2014 leicht angestiegen ist – obwohl man denken sollte, dass die Menschen in der Pandemie Fremde seltener nah an sich rankommen ließen.

Bei Wohnungseinbrüchen von ganz oben nach ganz unten

Grund zur Freude bietet aber etwa die Zahl der Wohnungseinbrüche. 2014 sei Dortmund bundesweit noch Tabellenführer gewesen bei der Frage, wo das Risiko am größten sei, Opfer so einer Tat zu werden, so Lange. Seitdem sind die Deliktzahlen in jedem Jahr gesunken, jetzt sei man unter den großen Städten in NRW erfreulicherweise Tabellenletzter.

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