Evangelisches Gemeindehaus in Oespel wird im April abgerissen

mlzEvangelische Elias-Gemeinde

Anfang April wird an der evangelischen Kirche Oespel die Baustelle zum Neubau des Gemeindehauses eingerichtet. Nicht nur der Termin für den Abriss des alten Gebäudes steht nun fest.

Oespel

, 12.02.2019, 13:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fünf Jahre ist es mittlerweile her, dass die evangelische Elias-Gemeinde Oespel zum ersten Mal über den Abriss ihres Gemeindehauses und einen Neubau an die denkmalgeschützte Kirche informiert wurde. Seitdem haben die Verantwortlichen immer wieder an den Zeit-, Finanz- und Architekturplänen gefeilt und auch versucht, Wünsche der Gemeindemitglieder einfließen zu lassen.

Die letzte Versammlung zur Umgestaltung des Gemeindezentrums lief im Mai 2018, während der nicht nur die überarbeiteten Baupläne, sondern auch ein ambitionierter Zeitplan vorgestellt wurden: Denn Baubeginn sollte laut Architekt Gunnar Ramsfjell im Oktober 2018 sein, im Oktober 2019 sollte der Neubau stehen.

Erst Abriss, dann Neubau

Tatsächlich werden die Abrissbagger nun im April anrollen. Anders als geplant, wird zunächst das alte Gemeindehaus abgerissen, bevor neu gebaut wird. Das habe allein logistische Gründe, erklärt Pfarrerin Stefanie Elkmann. „Denn für den Neubau müssten die Versorgungsleitungen im alten Gemeindehaus gekappt werden, und dadurch könnte das Haus ohnehin nicht mehr genutzt werden.“

Noch bis Ende März steht der Gemeinde das alte Gebäude zur Verfügung, die letzte offizielle Veranstaltung wird der Seniorengeburtstag am 18. März sein.

200 Umzugskartons seien bereits bestellt worden, so Elkmann. Die Gruppen und Kreise würden sich während der Bauzeit in Ersatzunterkünften treffen. „Das werden zum einen private Räume und die Elias-Gemeindehäuser in Marten und Dorstfeld sein“, so Elkmann.

Abschiedsschmerz ist immer noch groß

Bei einigen, vor allem den älteren Gemeindemitgliedern, sei der Abschiedsschmerz noch immer groß, andere freuten sich auf das neue Gemeindezentrum. „Aber auch die Älteren machen sich gut auf den Weg, das ist toll.“ Generell habe es vielen geholfen, dass der Entscheidungsprozess eine ganze Weile gedauert hat.

Bis Ende April sollen die Abbrucharbeiten laufen, danach folgen die Erd- und Erschließungsarbeiten sowie der Rohbau.

„Die Fertigstellung der äußeren Hülle mit Einbau der Fenster, der Außenfassade und des Dachs ist bis Oktober 2019 geplant“, so Pfarrerin Elkmann. Danach geht es an den Innenausbau und die Einrichtung. Die Eröffnung des neuen Gemeindehauses soll dann im April 2020 gefeiert werden.

Keine Trauerfeiern in der Kirche während der Bauzeit

Während der gesamten Bauzeit wird der stufenlose Zugang von der Straße „Auf der Linnert“ aus Sicherheitsgründen gesperrt. Zudem stehen für die Besucher der Kirche in dieser Zeit keine Toiletten und keine Parkplätze im Hof zur Verfügung. Gottesdienste und auch Hochzeiten seien während der Bauzeit in der Kirche möglich, so Elkmann, einzig auf Trauerfeiern wolle man hier in dieser Zeit verzichten.

„Beerdigungen sind emotional schwere Momente“, die wolle man nicht durch eine laufende Baustelle stören. Alternativ könnten Trauerfeiern zum Beispiel nach Marten oder auch in die Trauerhalle des Oespeler Friedhofs verlegt werden.

Details zum Neubau
  • Der insgesamt 170 Quadratmeter große Neubau soll sich L-förmig an die Kirche anschließen.
  • Zum Neubau gehören unter anderem ein Foyer mit Küche und ein 70 Quadratmeter großer Gemeindesaal. Das komplett verglaste Foyer verbindet den Gemeindesaal und die Kirche. Der barrierefreie Zugang vom Foyer in die Kirche erfolgt durch den heutigen dritten Bogen im südlichen Schiff des Gotteshauses.
  • Zwischen dem Gotteshaus und dem Anbau entsteht ein Innenhof, der vielfältig genutzt werden kann.
  • In die Kirche werde nur minimalinvasiv eingegriffen, betont Pfarrerin Elkmann.
  • Die Bänke verbleiben in der Kirche, ausgenommen der drei Reihen für den neuen Zugang.
  • Der Gemeinde werden die endgültigen Pläne während der Bauphase noch einmal vorgestellt, so Stefanie Elkmann. Zu den finalen Gesamtkosten konnte die Gemeindepfarrerin noch nichts sagen.
Lesen Sie jetzt