Pochen auf Tunneldurchstich zwischen Scharnhorst und Brackel

Fahrrad-Tunnel

Zuletzt hatte die Stadt nur wenig Hoffnung gemacht auf einen Fußgänger-Tunnel zwischen Scharnhorst und Brackel. Ausgerechnet ein Ex-Mitarbeiter des Planungsamtes macht nun Druck.

Scharnhorst, Brackel

, 18.05.2020, 16:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Verlängerung dieser Brücke über den Körnebach könnte es einen Tunneldurchstich unter der Eisenbahnlinie im Hintergrund geben

In Verlängerung dieser Brücke über den Körnebach könnte es einen Tunneldurchstich unter der Eisenbahnlinie im Hintergrund geben. © Andreas Schröter

Den möglichen Tunneldurchstich zwischen Brackel und Scharnhorst noch nicht so schnell ad acta legen möchte Werner Jakumeit, der früher im Planungsamt gearbeitet hat und sich noch heute immer mal wieder zu politischen Themen aus Scharnhorst zu Wort meldet.

Wie berichtet, hatte die Stadtverwaltung der Politik in Brackel und Scharnhorst zuletzt wenig Hoffnung auf die Realisierung dieses Durchstichs unter der ICE-Linie Dortmund/Hamm gemacht – im Bereich Im Wirksfeld auf Scharnhorster Seite und dem Naturschutzgebiet Buschei auf Brackeler Seite. Andere Projekte hätten Vorrang.

So sieht ein Fußgänger- und Radfahrertunnel in Kamen aus, der kürzlich realisiert worden ist

Werner Jakumeit demonstriert: So sieht ein Fußgänger- und Radfahr-Tunnel in Kamen aus, der kürzlich realisiert worden ist. Einen ähnlichen wünscht er sich zwischen Scharnhorst und Brackel. © Jakumeit

Jakumeit sagt: „Das Projekt Tunneldurchstich wird parteiübergreifend mehrheitlich von den Mandatsträgern der beiden großen Fraktionen aus Scharnhorst und Brackel gefordert.“

Auch die Mehrheit der Einwohner beider Stadtbezirke wünsche sich eine Verbindung zwischen den Stadtbezirken, um die Freiräume auf beiden Seiten der ICE-Strecke nutzen und erleben zu können.

Werner Jakumeit

Werner Jakumeit © privat

Wenn das Tiefbauamt so etwas ablehne, sei es Aufgabe der Mandatsträger, das einzufordern. Denn nach der Gemeindeordnung für NRW sei genau das die Aufgabe des Rates und seiner Gremien, der Verwaltung aufzugeben, welche Projekte in welcher Reihenfolge sie abzuarbeiten hat. Auch eine Einwohnerversammlung würde er sich wünschen.

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