Experten gründen neue Fachgruppe

Denkmalpflege

DORTMUND Die Reihe der Beispiele ist lang: Gesundheitshaus, Dortmunder U, Phoenix-Hochöfen – Denkmalschutz ist ein heiß diskutiertes Thema. Dabei mitmischen will eine neue Fachgruppe unter dem Titel „Städtebauliche Denkmalpflege“, zu der sich jetzt Experten aus Wissenschaft und Praxis zusammengefunden haben.

von Von Oliver Volmerich

, 14.10.2009, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das "Dortmunder U" ist als städtebauliches Denkmal auch Symbol des Kolloquiums an der TU Dortmund, das die Fachgruppe "Städtebauliche Denkmalpflege" mit initiiert hat.

Das "Dortmunder U" ist als städtebauliches Denkmal auch Symbol des Kolloquiums an der TU Dortmund, das die Fachgruppe "Städtebauliche Denkmalpflege" mit initiiert hat.

„Wir wollen vor allem den Kommunen helfen, die Aufgabe des Denkmalschutzes besser bewältigen zu können“, unterstreicht Magdalena Leyer-Droste vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung. Nicht zuletzt soll aufgezeigt werden, dass sich auch finanzielle Hindernisse überwinden lassen – etwa indem passende Nutzungskonzepte entwickelt werden. „Und es muss nicht immer eine Hochglanzsanierung sein, um Gebäude zu bewahren“, betont Christa Reicher.

Die Fachgruppe plant neben gemeinsamen Forschungs- und Lehrprojekten auch eine Publikationsreihe und Vortrag- und Diskussionsveranstaltungen. Den Auftakt bildet ein Städtebauliches Kolloquium der Fakultät Raumplanung im Wintersemester. Der Name ist Programm: „Zukunft braucht Herkunft.“

„Zukunft braucht Herkunft“ der Fakultät Raumplanung findet an drei Abenden im bevorstehenden Wintersemester statt. Beginn ist jeweils um 18 Uhr im Rudolf Chaudoire-Pavillon am Campus-Süd, Baroper Straße.

  • Am 27. Oktober sprechen zum Thema „Wie kommt die Geschichte ins Entwerfen?“ Prof. Dr. Karl Jürgen Krause, TU Dortmund, und Walter Ollenik, Stadt Hattingen.
  •  Am 8. 12. sprechen zum Thema „Die historische Stadt weiterbauen“ Dr. Marta Doehler-Behzadi, Bundesbauministerium, und die Leiterin der Dortmunder Denkmalbehörde Svenja Schrickel.
  • Am 19. 1. 2010 geht es um „Stadtentwicklung im Konflikt“ mit Staatsminister a.D. Prof. Dr. Christoph Zöpel und Karl Jasper vom NRW-Bauministerium.
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