Fahrrad auf Bahnstrecke geworfen - Gefängnisstrafe

Landgericht

Bis zur Katastrophe fehlte nicht viel: Ein Jahr nach einem gefährlichen Fahrrad-Wurf auf einen Regionalzug im Bahnhof Scharnhorst hat das Landgericht am Montag einen 22-jährigen Dortmunder zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt.

DORTMUND

von Von Martin von Braunschweig

, 15.08.2011, 13:27 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die aktuelle Tat ereignete sich am frühen Morgen des 1. August 2010. Der Regionalzug nach Hamm war gegen 5.22 Uhr in den Bahnhof Scharnhorst eingefahren, als es plötzlich laut knallte und ein greller Lichtbogen das Gleis erhellte. Der Angeklagte hatte von einer Brücke ein Fahrrad auf den stehenden Zug geworfen. Der Lenker hatte sich in der Oberleitung verfangen und damit für einen Kurzschluss gesorgt.Mehr als anderthalb Stunden lang ging anschließend nichts mehr. Bis der Schaden repariert war, häuften elf Züge Verspätungen an. Der Angeklagte wurde unmittelbar nach der Tat auf der Flughafenstraße festgenommen. Augenzeugen hatten die Polizei alarmiert und den Flüchtenden verfolgt.

Der 22-Jährige war schließlich den Beamten direkt in die Arme gerannt. Dass er der Brückenwerfer war, wollte er im Prozess trotzdem nicht zugeben. „Ich weiß davon nichts mehr“, behauptete er. Zur Tatzeit hatte er mehr als 2 Promille Alkohol im Blut.

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